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22/08/2018 17:14 CEST | Aktualisiert 23/08/2018 08:59 CEST

Vater stirbt unerwartet –14 Jahre später findet Tochter Ursache heraus

Ein Arztbesuch brachte Klarheit.

  • Im Alter von sechs Jahren verlor eine Amerikanerin ihren Vater.
  • Die Todesursache kam erst 14 Jahre später ans Licht, als sie und ihr Bruder einen Arzt aufsuchten. 
  • Im Video oben erfahrt ihr, welche sechs überraschenden Anzeichen auf Herzprobleme ihr auf keinen Fall ignorieren solltet.

Paul Bowers war 34 Jahre alt als er einfach zusammenbrach und starb. Der zweifache Familienvater war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr von seiner Ex-Frau und Mutter seiner Kinder getrennt. Er kollabierte im Haus seiner neuen Freundin. Das berichtet der TV-Sender “TV3” in einem Beitrag.

Paul Bowers soll ein seltsames Schnarchgeräusch von sich gegeben haben und soll danach sofort verstorben sein. Die Sanitäter hätten keine Chance mehr gehabt, ihn wiederzubeleben. Das war im Jahr 2003.

14 Jahre lang mussten seine Tochter Liz Bowers-Keable und ihr Bruder Johno mit der Ungewissheit leben, was ihren gesunden und jungen Vater so früh hat sterben lassen.

“Wir wollten Antworten”

“Wir hatten immer das Gefühl, hier stimmt etwas nicht”, sagte Liz dem Sender.

“Als Kind verstand ich es nicht, aber als ich älter wurde, wollte ich auch Antworten auf meine Fragen. Wir mussten so lange auf die Todesursache warten, es war wie eine Folter für mich und meinen Bruder. Jetzt wissen wir endlich Bescheid.”

Die Großmutter der Kinder stieß zufällig auf einen Artikel, in dem es um Herzkrankheiten ging, die jüngere Menschen betreffen können.

Auf Verdacht schickte sie Liz und ihren Bruder ins Krankenhaus, heißt es in dem Beitrag.

Und tatsächlich: Die Ärzte diagnostizierten bei Liz und ihrem Bruder das Brugada-Syndrom.

Dabei handelt es sich um eine Herzkrankheit, bei der elektrische Impulse den Herzrhythmus stören. Die Krankheit wird von einem defekten Gen verursacht und kann vererbt werden. 

Eindeutig von ihrem Vater vererbt

“Die Ärzte sagten, dass das Krankheitsbild eindeutig war und, dass wir es sicher von unserem Vater geerbt hatten. Wir wussten also zum ersten Mal, was ihn umgebracht hatte”, sagte Liz.

Die beiden Kinder müssen nun Reize vermeiden, die eine solche Irregularität des Herzrhythmus auslösen können. Dazu zählen viel Alkohol, Flüssigkeitsmangel oder gewisse Medikamente.  

Inzwischen setzen sich die beiden Geschwister dafür ein, auf Herzkrankheiten bei jungen Menschen aufmerksam zu machen. So sammeln sie Spenden für die Organisation British Heart Foundation. 

Ein Artikel der Organisation hatte ihre Großmutter damals veranlasst, die Geschwister untersuchen zu lassen.

Liz und ihr Bruder sind gleichzeitig glücklich und traurig über ihre Diagnose: Einerseits leiden sie an einer lebensbedrohlichen Krankheit, andererseits haben sie nach 14 Jahren endlich Gewissheit über den Tod ihres Vaters.

(chr)