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25/04/2018 17:53 CEST | Aktualisiert 26/04/2018 09:05 CEST

USA: Junge bittet Mädchen um ein Date, dann fliegt er von der Schule

“Es war als Witz gedacht, dabei ging ich zu weit.”

  • Mit einem Schild hat ein Junge in Florida ein Mädchen um ein Date gebeten.
  • Doch das hat ihm ziemlichen Ärger eingebracht.

Ein High-School-Schüler aus Sarasota im US-Bundesstaat Florida hat ein Mädchen um ein Date zum Schulball gebeten. Die junge Frau lehnte ab – und er bekam auch noch Ärger mit seiner Schule.

Der 18-Jährige hatte ein Schild gebastelt und ein Foto von sich mit dem Schild über Snapchat an seine Auserwählte geschickt. 

“Wenn ich schwarz wäre, würde ich Baumwolle pflücken”

Doch für die Worte auf dem Schild bekam er reichlich Ärger.

► Er schrieb: “Wenn ich schwarz wäre, würde ich Baumwolle pflücken. Aber ich bin weiß, also hole ich dich für den Abschlussball ab?”

An dem rassistischen Spruch störte sich das Mädchen offenbar nicht – sie antwortet mit einem Herz-Emoji, aber sagte ihm für den Ball ab, weil sie schon eine andere Begleitung habe.  

Damit war die Geschichte aber noch nicht zu Ende: Aus unbekannten Gründen erfuhr die Schule des Jungen von dem Vorfall.

Er darf nicht mehr zur Schule und auch nicht zum Abschlussball

► Der Schulleiter wandte sich daraufhin an die Eltern des Jungen.

“Während sich unser Sohn im Namen unserer Familie entschuldigt hat, möchten wir auch unsere aufrichtige Entschuldigung für die schrecklichen Worte aussprechen”, sagten die Eltern gegenüber der HuffPost.

“Wir lieben unseren Sohn sehr und wissen, dass er ein viel besserer Mensch ist, als sich in diesem rücksichtslosen Verhalten widerspiegelt.”

Weiter sagten sie, dass sie im Einvernehmen mit dem Schulleiter beschlossen hätten, dass ihr Sohn für den Rest des Schuljahres nicht mehr zur Schule und auch nicht zum Schulball gehen dürfe.

“Es war als Witz gedacht, dabei ging ich zu weit”

Inzwischen hat der 18-Jährige eine Entschuldigung gepostet. Dort schreibt er: “Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich nicht wirklich so denke. Es war als Witz gedacht, dabei ging ich zu weit. Nachdem ich gelesen habe, welche Kommentare ich auf Snapchat erhalten habe, weiß ich, dass ich Leute damit beleidigt habe. Das tut mir leid.”

► Doch die Entschuldigung kam zu spät – viele Menschen in der Gegend empörten sich über die Worte auf dem Schild.

So auch Anton Kernohan, der Direktor der Schule des Jungen: “Es zeigt, dass Rassismus in unserer Gesellschaft immer noch lebendig ist. Und es ist etwas, gegen das wir weiterhin kämpfen müssen.”

Der Artikel ist zuerst in der US-Ausgabe der HuffPost erschienen und wurde von Nadine Miller aus dem Englischen übersetzt.

(ujo)