POLITIK
18/05/2018 08:58 CEST | Aktualisiert 18/05/2018 09:46 CEST

US-Medien enthüllen: Trump war noch mitten im Wahlkampf in Russland aktiv

Top-News To Go.

NurPhoto via Getty Images
US-Präsident Donald Trump.

Engste Mitarbeiter von Donald Trump haben während des US-Wahlkampfs enge Verbindungen nach Russland unterhalten: Das berichten die US-Nachrichtenseiten “Buzzfeed” und “Yahoo News”

Die Geschäftsbeziehungen nach Moskau sind deshalb so brisant, weil Trump und sein Team bisher beteuerten, zur damaligen Zeit nicht mit Russland verhandelt zu haben. 

Die aktuelle Enthüllung beschäftigt sich mit dem Trump World Tower Moscow, der als höchstes Gebäude Europas geplant war. Trumps Anwalt Michael Cohen war persönlich an den Verhandlungen bis mindestens Mai 2016 beteiligt.  

Den letzten Versuch, den Deal einzufädeln, soll es damit mitten im Wahlkampf gegen haben: Cohen und Unterhändler Felix Sater sollen gar ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorbereitet haben.

Darum sind Trumps Beziehungen nach Russland wichtig:

US-Sonderermittler Robert Mueller untersucht die mutmaßlichen Absprachen zwischen dem Trump-Team und Russland während des Wahlkampfes und in der Übergangsphase der Präsidentschaft

Pikant: Wie bei der Porno-Affäre steht nun erneut Trumps Anwalt Cohen im Zentrum. 

Denn Nachrichten zeigen: Es habe Pläne gegeben, dass Cohen und Trump selbst während der Hochphase des Wahlkampfes nach Moskau reisen sollten, um sich dort im Rahmen des Tower-Projekts mit hochrangigen Regierungsvertretern, Geschäftsleuten und Bankern zu treffen

Was ihr noch über Trumps Businesspläne  wissen müsst:

Der Deal in Moskau platzte, wohl auch weil Trump die Vorwahl der Republikaner gewann und auf Distanz zu Russland gehen musste. 

Gleich mehrere von Trumps internationalen Immobiliendeals bringen den US-Präsidenten mehr oder minder in direkte Verbindung mit Russland.

So beschäftigt sich Mueller auch mit Immobiliengeschäften in Georgien. Wegen des dort geplanten – aber nie fertig gestellten – Trump Towers gibt es Betrugs- und Veruntreuungsvorwürfe.Zudem sollen dem Kreml pikante Informationen über das Projekt vorliegen.

(lp)