POLITIK
04/01/2019 07:06 CET | Aktualisiert 04/01/2019 15:54 CET

US-Experte glaubt: Donald Trump wird zurücktreten – wegen seiner Familie

Ein ehemaliger Bush-Berater glaubt an einen Deal mit Ermittlern.

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Eric, Ivanka, Donald und Donald Jr: Die Trumps stehen unter genauer Beobachtung.
  • Ein ehemaliger Bush-Berater glaubt, dass Trump einen Deal mit Ermittlern eingeht.
  • Er könnte seine Präsidentschaft eintauschen, um seine Familie vor der Strafverfolgung zu schützen.

Es gibt viele Theorien darüber, wie lange sich der umstrittene US-Präsident Donald Trump im Amt hält. Das Wort “Impeachment”, Amtsenthebung, scheint in aller Munde, gleichzeitig glauben viele Beobachter: Trump steuert auf die direkte Wiederwahl 2020 hin.

Alan J. Steinberg, ehemaliger Berater des Präsidenten George W. Bush, hält eine andere Option für wahrscheinlich. In einem Gastbeitrag in der Zeitung “The Star-Ledger” aus New Jersey schrieb Steinberg:

“Trump wird nicht durch ein Impeachment des Amtes enthoben werden. Stattdessen wird er seine Präsidentschaft als Verhandlungsmasse benutzen, um 2019 mit den staatlichen Behörden zu dealen.”

► Was Steinberg meint: Die vielen Ermittlungen gegen Donald Trump könnten den US-Präsidenten zu einem Deal mit den Ermittlern zwingen.

Besonders Trumps Sohn scheint angreifbar

Denn nach möglichen Gesetzesbrüchen Trumps fahndet nicht nur Sonderermittler Robert Mueller, sondern auch zahlreiche Staatsanwaltschaften – etwa in New York. Es geht neben den Kontakten von Trumps Wahlkampfteam nach Russland auch um Steuerhinterziehung, Bereicherung im Amt und illegale Spenden.

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Doch nicht nur Trump selbst ist im Fokus dieser Nachforschungen. Auch die Familie des US-Präsidenten scheint angreifbar – besonders Sohn Donald Trump Junior. Schon lange spekulieren US-Medien, dass eine Anklage gegen Don Jr. bevorsteht.

Steinberg schrieb dazu, Vater Trump könnte, “zustimmen, sein Amt abzulegen, im Austausch dafür, dass die Behörden keine Anklage gegen ihn, seine Familie und die Trump-Organisation erheben”. 

Donald Trump Jr. soll bereits selbst von einer Anklage ausgehen, berichtete das Magazin “Politico” im November unter Berufung auf einen Freund des Präsidentensohns. 

Er hatte im Wahlkampf an einem Meeting mit russischen Vertretern teilgenommen, die versprachen, “Dreck” über die demokratische Kandidatin Hilary Clinton zu beschaffen.

Möglicherweise log Donald Trump Jr. die Behörden später über das Treffen an.

(ll)

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