WIRTSCHAFT
04/07/2018 18:52 CEST | Aktualisiert 05/07/2018 09:19 CEST

Streit um Zölle: US-Botschafter soll deutschen Autobossen Lösung angeboten haben

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dpa
Grenell Ende Juni bei der Jubiläumsfeier zum 70. Jahrestag der Luftbrücke am Luftbrückendenkmal am Frankfurter Flughafen.

► Der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat sich am Mittwoch mit den Topmanagern der deutschen Autoindustrie getroffen. 

► Dabei habe er den Chefs von Daimler, BMW und VW ein Angebot im Zollstreit zwischen den USA und Europa gemacht, wie das “Handelsblatt” unter Berufung auf Information von Teilnehmern des Treffens berichtet. Dazu sei er von Washington beauftragt worden. 

► Laut dem Bericht ist die US-Regierung bereit zu einer sogenannten Null-Lösung: Die USA und Europa sollen komplett auf Autozölle verzichten. 

Worüber Europa und die USA streiten: 

US-Präsident Donald Trump hat Stahl- und Aluminiumimporte aus Europa mit zusätzlichen Zöllen belegt, Brüssel reagierte mit zusätzlichen Zöllen auf US-Produkte wie etwa Whiskey. 

Trump droht nun, den Handelsstreit weiter zu eskalieren und zusätzliche Importzölle auf Autos und Autoteile zu erheben. Das würde insbesondere deutsche Hersteller schwer treffen.

Der US-Präsident stört sich am großen Handelsbilanzdefizit der USA mit Europa. Mit der Null-Lösung steht offenbar eine mögliche Lösung für den Konflikt im Raum. 

Was ihr noch wissen müsst: 

Der Abbau der Zölle wäre nur in einem größeren Abkommen zwischen der EU und den USA möglich, berichtet das “Handelsblatt” weiter. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wolle Trump ein solches Abkommen vorschlagen.

(sk)