LIFE
04/01/2019 15:44 CET | Aktualisiert 04/01/2019 16:37 CET

Urologen beantworten 5 Fragen, die ihr euch nie getraut habt, zu stellen

"Wir machen uns überhaupt nicht über Penisse lustig."

romaset via Getty Images
Fragen, die sich um die eigene Gesundheit drehen, sollten nicht peinlich sein – vor allem, wenn es um das beste Stück des Mannes geht.
  • Viele Männer scheuen den Besuch beim Urologen.
  • Wir haben ein paar Antworten auf Fragen an Urologen zusammengestellt, die euch vielleicht unangenehm sind, sie selbst zu stellen.

Männer scheinen den Besuch beim Urologen zu scheuen – laut einer Umfrage der “Apotheken Umschau” gehen durchschnittlich nur vier von zehn Männern zum Facharzt.

► Dabei sollten Fragen, die sich um die eigene Gesundheit drehen, nicht peinlich sein – vor allem, wenn es um das beste Stück des Mannes geht.

Außerdem haben Urologen schon viel gesehen – und vermutlich auch schon zahlreiche absurde Fragen gestellt bekommen.

Wir haben ein paar Antworten auf Fragen zusammengestellt, die ihr euch vielleicht noch nie getraut habt, zu stellen.

“Wann hört der Penis auf zu wachsen?”

► Nach der Pubertät hört der Penis auf zu wachsen. Wann die Pubertät endet, ist bei jedem Menschen individuell – Selbiges gilt für den Zeitpunkt, wenn der Penis eines Mannes ausgewachsen ist.

“Du bist vielleicht länger als deine Freunde in der Pubertät ”, sagte der Urologe Jamin Brahmbhatt dem “MelMagazin”. “Aber im Alter von 16 Jahren sollte dein Körper weitestgehend ausgewachsen sein.”

Mehr zum Thema: Penis-Mythen entlarvt: Daran erkennt ihr wirklich, wie groß das beste Stück ist

“Gibt es Möglichkeiten, den Penis zu verlängern?”

“Nein, das klappt weder mit der Hand noch mit Instrumenten”, erklärt der Urologe Wolfgang Bühmann “FOCUS Online”. Vor allem mehrfaches Ziehen sei ungesund, denn es schädigt die winzigen Blutgefäße im Penis – diese braucht Mann, damit der Penis erigiert.

► Laut einer Online-Umfrage von Kevan Wylie, Professor für Sexualmedizin an der Universität im englischen Sheffield, sind nur 55 Prozent der befragten Männer mit ihrer eigenen Penis-Größe zufrieden.

“Doch es ist wichtig zu wissen, dass viele Männer, die meinen, ihr Penis sei klein, sich irren: Der Durchschnittspenis ist im schlaffen Zustand neun Zentimeter, erregt 13. Das, was Pornos zeigen, ist nicht richtig, 25 Zentimeter gibt es nicht”, fügt Bühmann hinzu.

Lesenswert: Hartz-IV-Empfängerin: “Die Erhöhung des Satzes um 8 Euro ist peinlich”

“Außerdem: Bei Frauen sind in der Vagina nur die ersten vier Zentimeter für einen Orgasmus sensibel. Von einem langen Penis haben Frauen also im Prinzip kaum etwas – im Gegenteil, wenn er sehr lang ist, stört das die meisten sogar.”

“Halte ich beim Sex länger durch, wenn ich öfter masturbiere?”

Sich vor dem Sex selbst zu befriedigen sei weniger ratsam, denn beim anschließenden Sex ist die Erektion nicht mehr so stark ausgeprägt, berichtet die Zeitschrift “Men’s Health”.

Der Mann könne dann zwar eventuell länger durchhalten, jedoch könnte es sein, dass die Partnerin spürt, dass der Penis nicht voll eregiert ist – so ist der Sex weniger intensiv. 

► Aber das Durchhaltevermögen könne trainiert werden, indem nicht direkt vor dem Sex masturbiert wird. Die Ausdauer könne gestärkt werden, in dem kurz vor dem Orgasmus gestoppt wird – und das mehrere Male. 

Mehr zum Thema: Erektionsstörung: 4 Gründe, warum euer Partner daran leidet – und wie ihr helfen könnt

“Bekomme ich bei jedem Besuch den Finger in den Po gesteckt?”

► Nein, schließlich kann der Besuch beim Urologen auch andere Organe – nicht nur die Prostata – oder bestimmte Krankheiten betreffen. Urologen beschäftigen sich unter anderem auch mit Nieren, Hoden, Harnröhren, und Harnblasen.

“Es kommen auch Frauen zu mir. Im jüngeren Alter sind sie sogar in der Überzahl, wegen der Blasenentzündungen. Später ist das Verhältnis von Mann zu Frau etwa 65 zu 35”, sagt der Urologe Volker Wittkamp “Vice”. “Und was die meisten nicht wissen: Urologen operieren auch.”

“Lachen Urologen heimlich über die Penisse ihrer Patienten?”

“Urologen sind eine sehr lustige Fachgruppe, aber ins Lächerliche ziehen wir niemanden”, erklärt der Urologe Christoph Pies in einem Video des Senders “1Live”. “Wenn zum Beispiel jemand ein Problem mit seiner Penisgröße hat, muss man das auch ernst nehmen.”

“Das ist auch ein bisschen Berufs-Ethos”, fügt Wittkamp hinzu. “Und natürlich auch ärztliche Schweigepflicht. Wir machen uns überhaupt nicht über Penisse lustig.” 

(ujo)