POLITIK
25/04/2018 10:54 CEST | Aktualisiert 26/04/2018 09:42 CEST

Wegen Türkei-Urlaub: Stadt streicht Hartz-IV-Empfängerin das Geld

Jetzt muss das Bundessozialgericht über den Fall entscheiden.

Jasmin Merdan via Getty Images
Eine Türkin hat für sechs Wochen ihre Familie in der Heimat besucht und klagt dagegen, dass ihr die Sozialhilfe in Deutschland gestrichen wurde (Symbolbild)
  • Die Stadt Bad Salzuflen hat einer Soziahilfeempfängerin das Geld gestrichen.
  • Die Frau hatte zu lange Urlaub in der Türkei bei ihrer Familie gemacht.

Eine Türkin aus Bad Salzuflen (NRW) hat nur wenig eigenes Geld und bekommt deswegen 575 Euro Hartz IV, als Hilfe zum Lebensunterhalt. Oder vielmehr: Die 39-Jährige bekam Hartz IV.

Wie der WDR berichtet, weigert sich die Stadt, der Frau, die eine kleine Rente bezieht, das Geld weiter zu zahlen. 

Hartz-IV-Kürzung wegen Urlaubs? Das Bundessozialgericht entscheidet

Der Grund: Die Frau sei für sechs Wochen in die Türkei gereist. Erlaubt seien aber nur die vier Wochen, außerdem habe die Frau dort bei ihrer Familie gelebt.

Die Frau wollte das nicht akzeptieren und klagte. Nun muss das Bundessozialgericht darüber verhandeln. Die Richter in Kassel befassen sich am heutigen Mittwoch mit dem Fall. 

 

(cho)