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13/01/2019 15:17 CET | Aktualisiert 13/01/2019 15:19 CET

Unwetter in Deutschland: Es geht weiter mit Sturm, Dauerregen, Schnee, Hochwasser

In den Alpen kündigen sich neue Rekorde für Januar an: Schneemassen wie in diesem Jahr fallen nur alle 100 Jahre oder seltener.

  • Sturmböen, Dauerregen und extreme Schneemassen – Sturmtief Florenz bestimmt ab Sonntag das Wetter in Deutschland.
  • In den Alpen kündigen sich neue Rekorde für Januar an: Schneemassen wie in diesem Jahr fallen nur alle 100 Jahre oder seltener.
  • Die genaue Wettervorhersage seht ihr auch oben im Video.

Heftiger Dauerregen, der verbreitet bis zu 30 Liter pro Quadratmeter bringt, setzt am Sonntag zuerst im Norden und Westen ein und breitet sich dann im ganzen Land aus.

An der Nordseeküste fällt das Hochwasser bis zu ein Meter höher als normal aus. Zudem entstehen im Tiefland Sturmböen bis zu 75 km/h. In den Mittelgebirgen schmilzt der letzte Schnee.

Durch den Dauerregen kann es örtlich jedoch Hochwasser geben. Besonders betroffen sind das Rothaargebirge, der Schwarzwald, der Thüringer Wald, das Erzgebirge und der bayerische Wald.

Sturzfluten und Lawinengefahr

Auch am Alpenrand und in den Alpen steigt die Schneefallgrenze auf bis zu 1000 Meter. Das bedeutet, dass es im Tal regnet. Durch den Regen saugt sich der Schnee mit Wasser voll und wird schwerer. Unter dieser Last können Bäume umstürzen und Dächer einbrechen. Wenn sich das Wasser durch Schnee und Eis aufstaut, drohen Hochwasser und örtlich auch Sturzfluten.

In Lagen über 1000 Meter kommt es durch den Sturm zu starken Schneeverwehungen. Zudem steigt die Lawinengefahr – örtlich auch auf die höchste Warnstufe. Die Windspitzen erreichen im Bergland Orkanstärke. Es sind Höchstwerte von bis zu 10 Grad im Westen möglich.

In der Nacht zu Montag fällt die Schneefallgrenze wieder auf 500 Meter, wodurch der Regen dann wieder in Schnee übergeht. Es kommt zu sehr starkem Schneefall, der auf den Straßen gefährliche Glätte auslöst. Die Tiefstwerte in der Nacht liegen bei 3 bis 1 Grad, in den Alpen gibt es auch Frost.

Schneerekorde in den Alpen

Wer nicht unbedingt in den Alpen bleiben muss, der sollte bis Sonntagabend weg sein, einerseits, um sich selbst nicht zu gefährden und zum anderen, um die Helfer nicht zu behindern.

Am Montag gibt es immer wieder Schauer und Schneeregenschauer bei böigen Winden aus nördlichen Richtungen und Höchstwerten zwischen 2 und 5 Grad. Im Süden kann es auch glatt sein, denn über 500 Meter ist wieder Schnee gefallen in der Nacht.

In den Alpen schneit es aber den ganzen Tag weiter. Verbreitet fällt 1 Meter Neuschnee und in Staulagen sind sogar bis zu 1,5 Meter Neuschnee möglich. Das könnte ein absoluter Schneerekord für Januar werden. Der Schwerpunkt des Schneefalls liegt im Allgäu und im österreichischem Vorarlberg.

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