ENTERTAINMENT
28/03/2018 16:23 CEST | Aktualisiert 28/03/2018 16:24 CEST

"Unsane": Soderbergh drehte Film mit dem iPhone – so ist das Ergebnis

Sawyer Valentini flieht vor ihrem Stalker – und glaubt ihn in einer Heilanstalt wiederzuerkennen.

New Regency Pictures
Ein Stalking-Opfer sucht sich psychologische Hilfe und gerät in einen Strudel aus Angst und Paranoia. "Unsane – Ausgeliefert“ ist der Kinostart der Woche.
  • Der Kinofilm der Woche am 29. März.
  • Filmfans sagen: “Unsane – Ausgeliefert” sollte man nicht verpassen
  • Ein Film, der komplett auf dem iPhone 7+ gedreht wurde

Unsane - Ausgeliefert” – das Kino-Highlight am Donnerstag, den 29. März: Regisseur Steven Soderbergh überrascht mit seinem experimentellen Psychothriller “Unsane - Ausgeliefert”, der nur mit iPhone-Kameras gedreht wurde und die Handlung mit ungewöhnlichen Bildern gekonnt in Szene setzt:

In Boston ist Sawyer Valentini (Claire Foy) zum Stalking-Opfer geworden, weshalb sie umgezogen ist, ihren Job und Bekanntenkreis gewechselt hat. Trotzdem holt sie ihre traumatische Vergangenheit immer wieder ein und so beschließt sie, einen Therapeuten aufzusuchen.

Ohne ihre Zustimmung wird sie jedoch in die Heilanstalt Highland Creek eingewiesen, wo strikte Regeln herrschen und jeglicher Kontakt zur Außenwelt verboten ist.

Sie lernt dort die Patienten Violet (Juno Temple) und Nate (Jay Pharoah) kennen, die für Unbehagen bei Sawyer sorgen und als wäre das nicht schlimm genug, meint sie ihren schlimmsten Feind in Mitarbeiter George Shaw (Joshua Leonard) zu sehen.

► Sie findet, er sieht ihrem Stalker zum verwechseln ähnlich, doch niemand glaubt ihr und langsam zweifelt Sawyer auch selbst an ihrem geistigen Zustand. Kann sie noch Realität und Illusion auseinanderhalten?





Das iPhone als Kamera

Natürlich ist Steven Soderberghs (bekannt für “Logan Lucky”, “Ocean’s Eleven”) neuer Film eine Sensation.

► Denn der Psychothriller wurde komplett mit der iPhone 7+ Kamera gedreht. Zudem führte er dieses Mal nicht nur Regie, sondern hielt die iPhones selbst und hat dazu den Schnitt übernommen.

Es ist sein eigenes Kunstwerk, das seine typische Handschrift trägt, obwohl der Film nicht unbedingt seiner Optik entspricht. Verschiedene Objektive - vor allem die Benutzung der FishEye-Optik – und tiefe Bilder unterstützen die Handlung, indem die klaustrophobische Atmosphäre der Klinik dargestellt wird.

Die Positionierung kopfüber, frontal oder auch mal in der hintersten Ecke des Raumes arbeitet auf der einen Seite den angesprochenen Voyeurismus, auf der anderen Seite die sich aufbauende Paranoia der Hauptfigur heraus.

Filmtechnik und Handlung ergänzen sich somit gegenseitig, so dass man den atmosphärischen Thriller keinesfalls nur als “iPhone-Film” verschreien darf.

Tauch mit “Unsane” in die Welt der Paranoia ein:

#MeToo

Gerade “Unsane” könnte passend zur #MeToo-Debatte zum Symbol der Bewegung werden, denn in diesem Film wird das Thema sexuelle Gewalt und die Verharmlosung dieser deutlich spürbar.

Claire Foy ist als Protagonistin des Films diejenige, die traumatisiert ist und sich in Behandlung begibt. Doch anstatt ihr zu glauben, dass sie das Opfer ist, fällt es dem Zuschauer auch sehr leicht, dem mutmaßlichen Stalker Vertrauen zu schenken.

Während er der ruhige und anständig wirkende Part ist, wird Sawyer als hysterisch und geistig verwirrt dargestellt. Wie glaubhaft ist Sawyer Valentinis Geschichte?

 

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