POLITIK
24/02/2018 20:30 CET | Aktualisiert 24/02/2018 21:13 CET

UN-Sicherheitsrat verabschiedet Resolution zu Waffenruhe in Syrien

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Anadolu Agency via Getty Images

Der UN-Sicherheitsrat hat per Resolution eine mindestens 30 Tage andauernde Feuerpause für das Bürgerkriegsland Syrien gefordert.

Das ist passiert:

► Nach anfänglichem Widerstand Russlands stimmten die 15 Mitgliedsländer am Samstag in New York geschlossen dafür.

Die Resolution enthält allerdings keine völkerrechtlich bindenden Druckmittel zur Durchsetzung der Waffenruhe.

► Der Rat “fordert, dass alle Parteien ohne Verzögerung die Kampfhandlungen einstellen für einen Zeitraum von mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen in ganz Syrien für eine anhaltende humanitäre Pause”, heißt es in dem Papier. 

Die Resolution soll humanitären Helfern Zugang zu belagerten Gebieten verschaffen und UN-Helfern sowie deren Partnern ermöglichen, Kriegsopfer in Sicherheit zu bringen.

Darum ist das wichtig:

Die syrischen Regierungstruppen setzten auch am Samstag ihre heftigen Angriffe auf das belagerte Rebellengebiet Ost-Ghuta fort.

► Die überwiegend von islamistischen Milizen kontrollierte Region nahe der Hauptstadt Damaskus erlebt die schlimmste Angriffswelle seit dem Beginn des Bürgerkriegs vor fast sieben Jahren.

Mehr zum Thema: Im syrischen Ghouta zeigt der Westen, dass er aufgegeben hat

► Rund 400.000 Menschen sind dort fast vollständig von der Außenwelt abgeschlossen.

Was ihr noch wissen müsst:

Papst Franziskus ist nach Aussage von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin angesichts der dramatischen Entwicklungen in Syrien in “großer Sorge”.

► Der Vatikan unterstütze die vom UN-Sicherheitsrat geforderte Feuerpause, “das Ende der Gewalt, den Zugang der humanitären Hilfsgüter und schließlich eine diplomatische Lösung”, sagte Parolin am Samstag laut Nachrichtenagentur Ansa in Rom.

► Der Papst sei wegen der “dramatischen, verheerenden Situation insbesondere in Ost-Ghuta” besorgt.