POLITIK
14/09/2018 13:37 CEST | Aktualisiert 14/09/2018 13:43 CEST

Grüne im ZDF-“Politbarometer” im Aufwind – und auch die SPD überrascht

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Sean Gallup via Getty Images
Die Grünen-Spitze: Annalena Baerbock und Robert Habeck.

► Nach den Debatten über die Ereignisse in Chemnitz und Köthen sowie die Äußerungen von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat die Union einer Umfrage zufolge an Zustimmung verloren – wohingegen sich die Grünen und die SPD im Aufwind befinden.

► Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU und CSU laut dem aktuellen ZDF-“Politbarometer” nur noch auf 30 Prozent. Das ist ein Rekordtief in der Umfrage, die die Forschungsgruppe Wahlen für den Sender erstellt. 

► Die SPD legte demnach im Vergleich zum vorherigen “Politbarometer” zwei Punkte auf 20 Prozent zu, die Grünen gewannen ebenfalls zwei Punkte auf 16 Prozent und wären damit nun drittstärkste Kraft im Bund.

► Der Umfrage zufolge büßte die AfD zwei Punkte auf 15 Prozent ein, die FDP legte einen Punkt auf 7 Prozent zu. Die Linke bleibt unverändert bei 8 Prozent.

Darum ist das Umfrageergebnis wichtig:

Auch in den Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute kommt die Union zu schlechten Ergebnissen – zwischen 28 und 31 Prozent. 

Wie auch die AfD profitiert sie nicht von den derzeitigen Debatten um Flüchtlingskriminalität und den Streit um Maaßen.

Die Wähler scheinen sich im Moment den Parteien zuzuwenden, die deutlich Stellung gegen fremdenfeindliche Gewalt und Hetzte beziehen und die Entlassung des Verfassungsschutzpräsidenten fordern.

Allein die Linkspartei bleibt bei diesem Trend außen vor.

Was ihr noch zur “Politbarometer”-Umfrage wissen müsst:

Die Interviews der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen wurden in der Zeit vom 11. bis 13. September 2018 bei 1339 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben.

Dabei werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt.

Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte.

(jg)