POLITIK
21/02/2018 19:00 CET | Aktualisiert 22/02/2018 08:48 CET

Florida: Überlebende des Amoklaufs demonstrieren für schärferes Waffenrecht

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dpa
Schüler-Demonstration in Florida.

Eine Woche nach dem Massaker an einer Schule in Florida mit 17 Toten haben Tausende Schüler in dem südlichen US-Bundesstaat für eine Verschärfung des Waffenrechts demonstriert.

Das ist passiert:

► In Floridas Hauptstadt Tallahassee versammelten sich Überlebende des Blutbades von Parkland und viele andere Jugendliche vor dem Capitol. Manche trafen sich mit Abgeordneten.

Auch an anderen Orten des Bundesstaates protestierten Schüler mit Streiks.

► Die Parkland-Überlebende Rachel Cantania sagte dem Sender CNN, sie und ihre Mitstreiter wollten so lange für das Thema kämpfen, bis sich etwas ändere. “Egal wie lange es dauern wird, etwas wird passieren”, sagte sie.

Darum ist es wichtig: 

Das Repräsentantenhaus von Florida hat am Mittwoch vor den Augen von Überlebenden gegen eine Verschärfung der Waffengesetze gestimmt.

Doch es gibt erste Anzeichen für ein Umdenken in den USA.

► Nicht nur halten die Proteste der Schüler an.

Das US-Portal “Vox” hat errechnet, dass die Berichterstattung der großen US-Sender über Waffengesetze nach dem Amoklauf in Florida nun schon länger anhält als bei anderen Schulschießereien in den USA.

► Laut einer repräsentativen Umfrage der Quinnipiac-Universität sprechen sich inzwischen zudem zwei Drittel der US-amerikanischen Wähler für eine Verschärfung der Gesetze aus. Das ist der höchste Zustimmungswert, seit die Quinnipiac-Universität im Jahr 2012 zum ersten Mal danach fragte.

Was ihr noch wissen müsst:

Für den 24. März planen die Schüler eine Großdemonstration in der Hauptstadt Washington – nach ihren Worten einen nationalen “Marsch für unsere Leben”. Die jugendlichen Anti-Waffen-Aktivisten erhielten dafür Unterstützung und Spenden von Prominenten. 

(jg)