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09/08/2018 13:49 CEST

Über 300 Badetote: Alte Männer, Kinder und Flüchtlinge besonders gefährdet

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AnnaRise via Getty Images
Symbolbild.

► Dieses Jahr sind schon mehr als 300 Menschen bei Badeunfällen gestorben. Im Gesamtjahr 2017 waren es deutschlandweit 404 Tote.

► 80 Prozent der Verunglückten seien Männer, besonders gefährdet seien neben Senioren und Kindern auch Flüchtlinge, berichtet die “Bild”.

► Nico Reiners vom Landesverband Niedersachsen der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) sagte der Zeitung: “Menschen aus anderen Herkunftsländern haben oftmals gar nicht schwimmen gelernt”. In Flüchtlingsheimen würden deshalb bereits Plakate vor den Gefahren warnen.

Wieso Kinder so gefährdet sind:

Die Hauptrisiko-Gruppe dürften aber weiter Kinder sein. Denn eine Forsa-Umfrage im Auftrag des DLRG zeigt: 59 Prozent der Zehnjährigen sind keine sicheren Schwimmer. 

“Die Tendenz geht dahin, dass wir uns in ein Land der Nichtschwimmer verwandeln“, sagte Marco Vogt, Sprecher des DLRG-Landesverbandes Rheinland-Pfalz.

Was ihr noch über die Gefahr wissen müsst:

Experten warnen auch vor dem Phänomen des “Zweiten Ertrinken” von Kindern nach dem Schwimmen.

Dazu kommt es, wenn während des Schwimmens Wasser eingeatmet wird. Beim trockenen Ertrinken erreicht das Wasser nie die Lunge, sondern die Wassertropfen führen zu einer Verkrampfung der Kehlkopfmuskulatur.