Twitter-Chef Jack Dorsey musste sich im vergangenen Jahr für viele Skandale rechtfertigen. Überzeugende Antworten gab er dabei selten – und tut es auch im Gespräch mit der HuffPost nicht. 
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Twitter-Chef Jack Dorsey musste sich im vergangenen Jahr für viele Skandale rechtfertigen. Überzeugende Antworten gab er dabei selten – und tut es auch im Gespräch mit der HuffPost nicht. 
POLITIK
18/01/2019 16:24 CET | Aktualisiert 18/01/2019 16:25 CET

Twitter wird zur Hetzplattform – und CEO Jack Dorsey findet kein Gegenmittel

Das große HuffPost-Exklusiv-Interview mit dem Twitter-Chef.

Ein Gespräch mit Twitter-CEO Jack Dorsey kann sehr verwirrend sein. Nicht, weil er besonders clever oder inspirierend ist, sondern weil er so klingt, als sei er es.

Dorsey macht lange Pausen, wenn er spricht. Er runzelt seine Stirn, schürt so die Erwartung, dass nun eine wohl überlegte Antwort eines Mannes bevorsteht, den viele ein Genie nennen. 

Dorseys Worte klingen dann auch so, als müssten sie wohl etwas bedeuten. Dem Twitter-Chef zu folgen ist gerade so schwierig genug, dass jede Verwirrung als eigene Unzulänglichkeit wahrgenommen werden kann. Dass der Eindruck entsteht, dass Dorseys Aussagen schon endlich Sinn ergeben würden, wenn man nur noch genauer hinhören würde. 

Ob Dorsey diesen Eindruck mit Absicht erzeugt oder nicht – der wahre Grund, warum seine verteidigenden Worte über Twitter nach Kauderwelsch klingen, ist, dass sie Kauderwelsch sind. 

Im vergangenen Oktober bat ich Dorsey per Twitter-Nachricht um ein Interview. Ich erwartete nicht wirklich eine Antwort. Zum Teil, weil er gerade erst eine Medientour hinter sich hatte, aber vor allem, weil meine bisherigen Nachrichten an ihn so aussahen: 

Screenshot

Zu meiner Überraschung stimmte Dorsey einem Interview zu. Vor einer Woche trafen wir uns zum Gespräch. 

In den vergangenen Monaten wurde Dorsey in Indien beschuldigt, Hass zu schüren. Er hat bei einem Besuch in Myanmar den Genozid an den Rohinga ignoriert; vor Kurzem kam zudem heraus, dass Dorsey mit dem Rechtsextremen Ali Akbar darüber diskutierte, ob der Verschwörungstheoretiker und Trump-Fanatiker Alex Jones von Twitter verbannt werden sollte (Jones wurde schließlich verbannt). Es gab also viel für uns zu diskutieren. 

Mein einziges echtes Ziel war es, Dorsey dazu zu bringen, eindeutig Stellung zu beziehen, zu irgendetwas. In fast jedem Interview, dass er gibt, ist der Twitter-Chef reumütig, wenn es um Fehler in der Vergangenheit geht – und redet dann über seine hochtrabenden Visionen, wie er seine Seite verbessern kann.

Dann fallen Begriffe wie: das Gesprächsklima verbessern, die Filterblasen reduzieren, die Transparenz erhöhen und noch zehn weitere solcher lebhafte Routinephrasen. 

Doch jeder Versuch, Dorsey zu einer eindeutigen und klaren Antwort zu bringen, lässt ihn abblocken. An einem Zeitpunkt im Gespräch erklärt Dorsey etwa, wie Twitter in Zukunft mit Hilfe künstlicher Intelligenz Hassbotschaften herausfiltern will, bevor diese überhaupt von Nutzern gemeldet werden. Als ich nachfrage, wie die Firma das Problem bis dahin lösen will, sagt Dorsey: 

“Der Großteil unserer momentanen Priorität im Bereich Gesundheit, dass ist unsere Nummer-1-Priorität im Unternehmen, dreht sich darum, proaktiv zu sein. Wie schaffen wir es Opfern oder Beobachtern die Last zu nehmen, überhaupt Meldungen machen zu müssen. Das ist viel zu mechanisch. Das ist viel zu viel Arbeit ... Aber am Ende geht es uns darum, dass die Zahl der Meldungen, die wir bekommen, im Trend sinkt. Und das wird aus zwei Gründen passieren. Erstens, die Menschen sehen weit weniger Misshandlungen oder Attacken oder andere Dinge, die gegen unsere Nutzerbedingungen verstoßen. Oder wir werden proaktiver. Also, wir wollen beides machen. Das ist ein großer Teil unserer Arbeit, und in der Zwischenzeit wollen wir besser priorisieren. Sehr viel mehr Transparenz, klarere Aktionen innerhalb des Produkts.”

Das sind alles sicherlich Worte, auch wenn keines davon meine Frage zu beantworten scheint. Es brauchte ein wenig mehr Nachhaken, bis Dorsey endlich eine konkrete Lösung ansprach (die noch nicht angewandt wird, aber über die Twitter nachdenkt. Vielleicht, es ist unklar): 

Was meinen Sie, wenn sie von klareren Aktionen innerhalb des Produkts sprechen? 

Einfach, wissen Sie, die Meldefunktion finden ist noch nicht offensichtlich und intuitiv genug. Das verlangsamt die Dinge eindeutig. 

Aber welche Alternative gibt es?

Die Funktion offensichtlicher zu machen? Ich meine, ich werde nicht ... ich weiß nicht, wie es gerade aussieht, aber wir wissen, was damit nicht stimmt. Also, wissen Sie, daran arbeiten wir.

In anderen Worten: Die einzige konkrete Lösung, die mir der CEO von Twitter zum Thema der häufigen, die ganze Plattform seit Jahren betreffenden Schikanierungen von Nutzern vorstellte, war die Meldefunktion ein bisschen offensichtlicher zu gestalten, vielleicht. 

Ähnlich reagierte Dorsey später, als ich ihn fragte, ob er US-Präsident Donald Trump von Twitter verbannen würde, wenn der zu Morden aufrufen würde. Als es gerade so wirkte, als wäre er im Begriff diese einfache Frage zu beantworten, fing sich Dorsey.

“Das wäre eine Androhung von Gewalt”, begann er. “Wir würden definitiv ... wissen Sie, wir sind in ständigem Austausch mit Regierungen auf der gesamten Welt. Also würden wir darüber sicherlich sprechen.” 

Sie würden sicherlich darüber sprechen

Klar, Dorsey weiß, dass er sagen muss, dass Twitter in den Vergangenheit in Bezug auf die Prioritätensetzung Fehler gemacht hat. Aber er übernimmt keine Verantwortung dafür, was auf der Plattform selbst passiert. 

Im Gespräch befragte ich ihn dazu, warum Twitter zu Berichten über die Bombendrohungen gegen Trump-Gegner vor wenigen Monaten den Hashtag #FalseFlag (“unter falscher Flagge”) hinzufügte. 

Dorseys direkte Antwort war: “Das haben wir nicht hinzugefügt.” Dann versuchte er die Sache von sich zu weisen, Nutzer hätten “das System ausgenutzt”.

Dass Twitters Algorithmus Fehlinformationen verbreitet, ist jedoch keine große Manipulation der Plattform – sondern eine Folge von deren Funktionsweise. 

Es macht vor diesem Hintergrund Sinn, dass Dorsey nicht in der Lage scheint, konkrete Lösungen für Twitters Probleme anzubieten. Wie repariert man etwas, wenn man sich nicht mal sicher ist, was genau kaputt ist? 

Es wirkt klar so, als sei Twitters Ist-Zustand, der einer durch künstliche Intelligenz vorangetriebenen Hölle, nicht die Webseite, die Jack Dorsey haben möchte. Er weigert sich einfach, zuzugeben, wie es gerade um Twitter steht. 

Lest unten das gesamte Wortlautinterview mit Twitter-CEO Jack Dorsey.

HuffPost: Erstmal, mir ist aufgefallen, dass Sie mir auf Twitter irgendwann in den vergangenen Monaten entfolgt sind. 

Jack Dorsey: “Bin ich das?” 

Ja, sind sie. Gab es dafür einen Grund? 

“Ich, hm, bin vermutlich durch meine Liste gegangen. Ich bin nicht sicher warum.” 

Hm. 

“Ich weiß es nicht. Vermutlich ... vermutlich bin ich einer ganzen Reihe entfolgt. Wissen Sie, ich räume da immer mal wieder auf.” 

Verstehe. Nun, ich würde gerne ein wenig über die Arbeit reden, die sie mit Konservativen machen. Glauben Sie, hinter deren Vorwürfen, Twitter sei ihnen gegenüber voreingenommen, steckt etwas? 

 

“Naja, ich denke, es ist leicht, zu dieser Meinung zu kommen, wenn man sich nur bestimmte Dinge anschaut. Wenn du nur auf die Sachen der Leute schaust, denen du folgst und so weiter.” 

Was meinen Sie damit? 

“Naja, ich meine, die Menschen folgen Leuten, die unsere Nutzerbedingungen verletzen und die wir dafür bestrafen. Wenn du nur solchen Leuten folgst und niemandem sonst, dann glaubst du natürlich an diese Voreingenommenheit. Wie ich vor dem Kongress gesagt habe, ich glaube, wir haben Fehler gemacht, wo unser Algorithmus super aggressiv vorgeht. Aber ist unser System voreingenommen? Nein, nicht in unseren Nutzervereinbarungen, nicht in deren Umsetzung, nicht im Algorithmus. Wenn wir etwas entdecken, entfernen wir es. Und es ist ein Forschungsfeld, in das wir investieren müssen, die Voreingenommenheit von Algorithmen. Die Hauptsache für uns ist gerade der Fokus darauf, transparent in unserem Handeln zu bleiben und weiterhin unparteilich zu sein – nicht neutral, aber unparteilich.” 

Okay, das klingt so, als würden Sie sagen, dass es keine grundsätzliche Voreingenommenheit gegen Konservative auf ihrer Plattform gibt. Aber sie haben viel getan, um mit konservativen Gruppen zu sprechen. Wollen Sie die einfach beruhigen? Was ist da ihr Ziel? 

“Nein, gar nicht. Wir haben ein paar Gespräche mit den Leuten in den Medien gehabt, mit denen wir – ich auf jeden Fall nicht – vorher noch nie gesprochen hatten. Früher haben wir eher mit der Finanzpresse oder der Techpresse gesprochen. Die sind eher am anderen Ende des Spektrums. Unsere Gewohnheit war, mit denen zu reden, wir haben also nicht immer mit allen geredet. Also ist eine Sache, diese Gespräche zu führen, die zweite ist es, so viele Perspektiven wie möglich zu bekommen. Für mich ist das sinnvoll, anderen Menschen zuzuhören, selbst wenn ich einer bestimmten Perspektive nicht glaube. Das ist mir etwas wert, damit werde ich nicht aufhören. Es gibt aber keine Agenda der Beschwichtigung, es ist eine Agenda des Zuhörens, über das, was gesagt wird und warum es gesagt wird.” 

Vor ein paar Tagen gab es einen Artikel im “Wall Street Journal”, in dem stand, dass sie mit Ali Akbar über die Sache mit Alex Jones gesprochen haben. Haben Sie sich mit ihm beraten?

“Wissen Sie, in dieser Zeit habe ich mit einer Menge Leuten geredet. Ich wollte so viele Eindrücke wie möglich bekommen.” 

Welche Leute außer ihm? 

“Das werde ich nicht öffentlich machen. Aber eben Leute, von denen ich wusste, dass sie eine Meinung zu dem Thema haben. Ich wollte auch sichergehen, dass ich das gesamte Spektrum erfasse. Menschen, die eher für Alex Jones argumentieren würden und solche, die komplett gegen ihn sind. Und ich wollte auch alles dazwischen hören. So trifft man am Ende gute Entscheidungen.” 

Ich lese Ihnen mal ein paar Ausschnitte aus Tweets von Ali Akbar vor. “Anti-weiße Kommentare vom jüdischen Anti-Trump-Kommentator Bill Kristol. “Jake Tape ist ein jüdischer linker Journalist.” “Die konservative jüdische Publikation ‘The Daily Wire’”. Er hat eine ganze Serie von solchen Tweets, und es erscheint mir besonders, dass sie mit ihm reden. Waren Sie sich dieser Aussagen von ihm bewusst? Dass er dazu tendiert, Mitglieder der Presse als Juden zu identifizieren?

“Ich reagiere nicht auf alle seine Kommentare. Ich höre zu und ich glaube, das ist wichtig. Ich wurde ihm durch einen Freund vorgestellt und, wissen Sie, er hat interessante Meinungen. Natürlich stimme ich den meisten nicht zu. Aber ich finde die Perspektive interessant.” 

Aber glauben Sie nicht, dass der Fakt, dass jemand mit einem Ruf wie Sie, Jack Dorsey, sich Meinungen von dieser Person einholen, Akbar hilft oder seine Ansichten rechtfertigt? 

“Nein, nein. Ich meine, wenn ich seinen Worten folgen würde, dann sicher. Aber es ist nur Input.” 

Bevor sie Alex Jones verbannt haben, haben Sie gesagt: “Wir werden Jones an den gleichen Standards messen, wie bei jedem anderen Account auch. Wir werden keine einmaligen Handlungen durchführen, die uns kurzfristig zufrieden stellen und Verschwörungstheorien befeuern.” Ich nehme an, Sie meinten damit die Verschwörungstheorien über Twitters Voreingenommenheit gegenüber Konservativen. 

“Naja, ich denke, die Theorie war, dass alle Firmen zusammenarbeiten, um denen ihre Plattform zu nehmen.” 

Richtig, also die Theorie, dass die Medien gegen die Konservativen Stimmung machen.

“Richtig, das meinte ich damit. Wir kollaborieren zwar mit anderen Firmen, was unsere Methoden angeht. Aber wenn es um bestimmte Handlungen geht, dann nicht.” 

Es wirkt auf jeden Fall so, als wäre ihr Wunsch, solche Verschwörungstheorien nicht zu befeuern, bei der Jones-Entscheidung in ihrem Hinterkopf gewesen. Ist das richtig?

“Nein. Was ich gesagt habe, ist, dass es eine Verschwörungstheorie darüber gab, dass alle Firmen zusammenarbeiten. Wir wollten ausdrücken, dass wir Nutzervereinbarungen haben und das wir diesen folgen werden. Wenn wir also finden, dass wir handeln müssen, dann handeln wir. Aber es gibt keine andere Entscheidung als die, dass wir zu unseren Kontrollmethoden stehen.” 

Ich wollte Sie auch etwas über ihre Entschuldigung an Candace Owens [eine erzkonservative Aktivistin] vor einer Weile fragen. Sie sagten: “Hi Candace, ich wollte mich dafür entschuldigen, dich ‘rechtsextrem’ genannt zu haben. Das Team prüft, warum wir das veröffentlicht haben und warum wir das so spät korrigiert haben.′ Ich glaube, es wird für Sie schwer, jemanden zu finden, der Candace Owens nichts rechtsextrem findet. Ich glaube, wenn Sie ehrlich wären, würde sie sich auch so bezeichnen. Selbst wenn Sie das anders sehen, eine öffentliche Entschuldigung scheint ein außerordentlicher Schritt. Ich frage mich, warum Sie in diesem Fall so direkt reagiert haben. 

“Naja, ich habe mich entschuldigt, weil wir generell andere Menschen nicht in Kategorien zwängen sollten. Unser Team sollte solche Beschreibungen nicht benutzen, um Menschen einzuordnen. Wir sollten beschreiben, was passiert ist. Wir sollten Vorfälle beschreiben, aber nicht die Menschen selbst einordnen.” 

Aber jemanden rechtsextrem nennen ist jetzt nicht in sich negativ.

“Das sage ich auch nicht. Ich sage, wir sollten das nicht machen. Selbst, wenn es eine positive Bezeichnung ist, sollten wir es nicht machen. Wir müssen beschreibend sein, dass ist unsere Aufgabe beim Kuratieren. Dabei, die Tweets zu finden, die eine Geschichte aus allen Perspektiven zeigt. Wenn wir Kategorisierungen vornehmen, brechen wir dieses Versprechen.”

Aber Sie denken doch nicht, dass jemanden als Journalisten oder Schauspieler bezeichnen ... 

“Das ist nicht, was ich gesagt habe.” 

Nicht? 

“Das sind Rollen.”

Aber es ist auch eine Einordnung von jemandem. 

“Das sind Berufe. Das sind Titel, die sich die Menschen selbst geben.” 

Aber Owens Job ist der einer rechtsextremen Kommentatorin. 

“Sagt sie das selbst?” 

Ich meine, sie würde sich wohl eine konservative Kommentatorin nennen, aber es ist nur ein gradueller Unterschied. 

“Das weiß ich nicht. Wenn Menschen sich selbst als etwas bezeichnen, dann würden wir das sicher auch mehr tun, aber insgesamt wollen wir es vermeiden, Menschen zu kategorisieren, weil wir ja die Ereignisse beschreiben können.” 

Gut, aber eine Menge Menschen, ich auch, waren frustriert, als sie Ihre Entschuldigung sahen. Denn in anderen Fällen, wenn etwa auf Twitter unsere Adressen oder Telefonnummern gepostet werden, dann ist es eine Glückssache, ob Ihre Firma etwas dagegen tut oder nicht. 

“Das ist nicht akzeptabel, wenn so was passiert.” 

Richtig, und wir bekommen dann Mails vom Twitter-Support, die besagen, dass diese Tweets die Nutzerbedingungen zur Privatsphäre nicht verletzen. 

“Das tut es. Aber nochmal, unser System ist gerade in keinem guten Zustand, weil es von Meldungen abhängig ist. Wir machen nichts, bevor nicht etwas gemeldet wird. Und dann handeln wir, aber wir haben eine ganze Reihe an Dingen, die wir abarbeiten müssen. Wir wollen in eine Welt vorrücken, in der wir dank Maschinenlernen proaktiver sind. Doch da wird es Fehler geben. Also, wir fühlen uns schlecht, wenn jemandes Daten gestohlen werden. Wir wollen all das verhindern, aber unsere Mittel sind limitiert.” 

Was ich meine ist aber, dass Leute melden und öffentlich machen, dass Ihre privaten Daten gepostet werden, und Twitter sagt dann, das verstößt nicht gegen die Nutzervereinbarungen. Ich glaube, dass bekommen auch Sie öfter mit. Warum reagieren Sie auf Candice Owens Wut über die Bezeichnung “rechtsextrem” so öffentlich, wenn Sie es sonst nicht tun? 

“Naja, wir entschuldigen uns auch an anderer Stelle. Aber das war ... Sie müssen bedenken, wissen Sie, wenn jemand auf der Plattform Daten anderer entwendet und wir das verpassen, dann ist das für uns ein großes Versäumnis, und wir müssen das so schnell wie möglich ausbügeln. Aber in Owens Fall haben wir etwas auf der Plattform genommen und unsere Meinung dazu an alle in der Öffentlichkeit geteilt, auf eine Weise, die gegen unsere Nutzervereinbarungen verstößt. Deswegen die Entschuldigung.”

Während Sie daran arbeiten, proaktiver zu werden, gibt es immer noch Vorfälle, die gemeldet werden, ohne dass danach etwas passiert. Wie wollen Sie das Problem lösen?

“Also, bei uns geht gerade eine Menge Arbeit da rein, unsere Prioritäten zu strukturieren. Wir wollen als erstes sicher gehen, dass die körperliche Unversehrtheit unser Nutzer gesichert ist, dass wir die Folgen, die unser Service offline haben kann, verstehen. Das ist eine laufende Arbeit. 

Der Großteil unserer momentanen Priorität im Bereich Gesundheit, dass ist unsere Nummer-1-Priorität im Unternehmen, dreht sich darum, proaktiv zu sein. Wie schaffen wir es Opfern oder Beobachtern die Last zu nehmen, überhaupt Meldungen machen zu müssen. Das ist viel zu mechanisch. Das ist viel zu viel Arbeit ... Aber am Ende geht es uns darum, dass die Zahl der Meldungen, die wir bekommen, im Trend sinkt. Und das wird aus zwei Gründen passieren. Erstens, die Menschen sehen weit weniger Misshandlungen oder Attacken oder andere Dinge, die gegen unsere Nutzerbedingungen verstoßen. Oder wir werden proaktiver. Also, wir wollen beides machen. Das ist ein großer Teil unserer Arbeit, und in der Zwischenzeit wollen wir besser priorisieren. Sehr viel mehr Transparenz, klarere Aktionen innerhalb des Produkts.”

Was meinen Sie, wenn sie von klareren Aktionen innerhalb des Produkts sprechen? 

“Einfach, wissen Sie, die Meldefunktion finden ist noch nicht offensichtlich und intuitiv genug. Das verlangsamt die Dinge eindeutig.” 

Aber welche Alternative gibt es?

“Die Funktion offensichtlicher zu machen? Ich meine, ich werde nicht ... ich weiß nicht, wie es gerade aussieht, aber wir wissen, was damit nicht stimmt. Also, wissen Sie, daran arbeiten wir.”

Und was meinen Sie eigentlich genau, wenn Sie über die Gesundheit der Plattform sprechen?

“Da geht es mir um das Konzept gesunder Konversation. Das ist, was ich gerade oben an mein Profil gepinnt habe. Wir haben diese Initiative, mit der wir die Gesundheit der Konversation messen wollen. Und dann wollen wir im zweiten Schritt, während wir Lösungen entwickeln, prüfen, ob wir wirklich die richtige Arbeit machen. Denn wir haben bisher wenige Indikatoren dafür ob das, was wir machen, wirklich funktioniert.” 

Aber wie bewerten Sie denn die Gesundheit einer Konversation? 

“Naja, das steht in meinem Twitter-Thead, aber ich würde es beschreiben als ... wir können zum Beispiel das toxische Verhalten in einer Konversation messen. Wir könnten das Level der Perspektive messen?” 

Richtig, aber wie? Was macht etwas toxisch?

“Wir haben Algorithmen, die auf dem Netzwerk, auf dem, was die Menschen woanders machen, basierend, auf einer Reihe Berichten und Blockierungen und Stummschaltungen basierend zeigen, ob eine Unterhaltung für dich wichtig ist oder ob du sie beenden willst. Das führt dann nicht direkt zu Handlungen, aber das kann Durchsetzungsverfahren und so weiter informieren, uns sagen, ob ein Mensch sich den Fall angucken muss. Toxität ist ein Faktor, wir nennen das Empfänglichkeit. Sind die Teilnehmer einer Unterhaltung bereit, sich gegenseitig zu empfangen? Da haben wir wir eine Vielzahl an Perspektiven als Indikator. Wir haben eine gemeinsame Wirklichkeit.” 

Wie bestimmen sie jemandes Perspektive? 

“Die Vielzahl der Perspektiven.” 

Richtig.

“Sie müssen ... also, dass ist die Gesamtheit aller Unterhaltungen.” 

Richtig, aber ich nehme an, die Perspektive kommt von den Leuten, die an der Unterhaltung teilnehmen, oder? 

“Hm, möglicherweise. Gerade versuchen wir nur zu bestimmen, was die Indikatoren sind. Zum Beispiel die Körpertemperatur – die zeigt, ob du krank bist oder nicht, richtig? Wenn wir das Konzept auf Konversationen anwenden, was sind dann die Indikatoren für eine gesunde Konversation oder für eine toxische? Das wollen wir herausfinden. Wir machen das auch mit Forschern von außerhalb, um die Indikatoren zu finden. Das ist alles in meinem Thread, in allen Details.” 

Wenn Twitter in der Vergangenheit Dinge promoted hat, dann gab es da oft Probleme. Als vor Kurzem all diese prominenten Demokraten Bomben nach Hause geschickt bekamen, hat Twitter in den verwandten Suchanfragen dazu den Hashtag #falseflag hinzugefügt. Solche Dinge passieren ... 

“Das war aber ein verwandter Hashtag, oder nicht?”

Richtig.

“Den haben wir nicht hinzugefügt.” 

Naja, haben Sie, weil Twitters Algorithmus den nach oben gespült hat. Überwacht Twitter in solchen Fällen ...

“Ja, das überwachen wir. Das machen wir. Wenn wir so etwas sehen, dann ... dann handeln wir. Aber das sind Algorithmen. Wir müssen die ständig aktualisieren und verbessern. Sie werden nicht perfect sein, okay?” 

Dann ist das alles nur reaktiv? Oder gibt es Bemühungen, wenn so etwas passiert ... 

“Oh, es gibt eine ganze Menge, die Sie nie gesehen haben, weil wir sie vorher gefunden haben. Ich würde sagen, die machen die Mehrheit aus. Aber ab und zu gibt es einen neuen Vektor, auf die wir unsere Algorithmen nicht trainiert haben. In den Fällen müssen wir reagieren.” 

Fühlen Sie sich dafür verantwortlich, dass Missinformationen durch Twitter verbreitet werden? Es geht ja nicht nur darum, dass Menschen das auf ihrer Plattform schreiben – sondern auch, dass die Plattform es verbreitet. Selbst wenn sie viele Fälle verhindern, diejenigen, die passieren, haben reale Konsequenzen. 

“Ja, ich meine, wir fühlen uns verantwortlich, wenn Menschen unser System umgehen oder ausnutzen. Wissen Sie, es ist nicht ... Wir werden nie eine perfekte Lösung erreichen, bei der unser System unverwüstlich ist.” 

Richtig, aber ich weiß nicht, ob es nur darum geht, dass das System umgangen wird. 

“Oh, es wird umgangen.”

Ich meine, da sind viele einzelne Leute, die unabhängig voneinander andere überzeugen möchten, dass die Attacken unter falsche Flagge durchgeführt wurden. Und dann nimmt Twitter das auf, weil es genau dafür konzipiert wurde, und verbreitet die Debatte. 

“Ja, das machen wir. Das sollten wir auch. Wir sollten zeigen, worüber die Menschen reden. Aber wir müssen vorsichtig dabei sein, was wir hervorheben.” 

Ich weiß, dass Twitter gerade ein neues Tool in Indien eingeführt hat, dass politische Werbung transparent machen soll. Doch die Frage bleibt bestehen, was Twitter macht, wenn Politiker die Plattform aktiv missbrauchen. Wurde jemals ein Politiker verbannt? Hat Twitter Pläne, sollte das passieren? 

“Hm, ich weiß nicht, ob es da Fälle gab. Wir können ... wir können das für Sie herausfinden. Aber ja, wir bereiten uns auf die Wahlen in Indien vor. Das ist die größte demokratische Wahl der Welt. Und Twitter wird von Influencern und Politikern und der Regierung in Indien stark benutzt, das freut uns. Und wir wollen sichergehen, dass wir die Integrität der Debatte über die Wahl aufrecht erhalten.” 

Richtig. Aber was machen Sie, wenn Politiker Fehlinformationen verbreiten oder ... 

“Dann werden wir aktiv.” 

Dann gibt es also etwas, dass Donald Trump sagen könnte, das als Missbrauch betrachtet werden könnte? Weil ich weiß, dass der Nachrichtenwert bei ihm viel aufwiegt. Aber gibt es etwas, dass er tun könnte, dass sie als Missbrauch der Plattform betrachten würden, unabhängig vom Nachrichtenwert?

“Ja, ich meine, darüber wird oft gesprochen, ich werde das jetzt nicht alles wieder neu aufrollen. Wir glauben, dass es wichtig ist, dass die Welt sieht, wie globale Leader denken und handeln. Und wir glauben, dass die Unterhaltung darüber von kritischer Bedeutung ist.” 

Okay, aber sagen wir, Trump twittert, dass jeder seiner Follower einen Journalisten ermorden soll, würden Sie ihn von der Plattform werfen? 

“Das wäre eine Androhung von Gewalt. “Wir würden definitiv ... wissen Sie, wir sind in ständigem Austauch mit Regierungen auf der gesamten Welt. Also würden wir darüber sicherlich sprechen.” 

Okay, aber wenn er das tun würde, wie würden sie begründen ... 

“Ich werde da nicht über Details sprechen. Wir haben da eine Richtlinie, die ist transparent. Die kann jeder lesen. Wir führen, unabhängig vom US-Präsidenten, Gespräche mit allen Regierungen. Nicht nur mit dieser.”

Okay, na gut, reden wir über die Reaktion auf Ihre Trip nach Myanmar. Hat jemand Ihre Tweets [Dorsey twitterte Urlaubs- und Meditationsbilder aus dem Land, in dem ein Genozid stattfindet] damals durchgelesen? 

“Die kamen nur von mir.” 

Waren Sie von den heftigen Reaktionen überrascht? 

“Nein. Ich meine, ich denke ... ich war nicht sehr überrascht. Wissen Sie, meine Intention war es, meine Erfahrungen zu teilen, das war alles.” 

In einem der Tweets schrieben Sie über eine Meditationstechnik, die die Frage “Wie beende ich Leid?” beantworten sollte. Ich nehme an, da ging es um individuelles Leid? 

“Nein, das war ... wenn Sie den Tweet lesen, dann verstehen Sie, dass es da um Buddhas Frage an sich selbst ging.” 

Okay. Aber Sie verstehen, was es bedeutet, diese Frage zu wiederholen und über das Ende von Leid zu sprechen, als Jack Dorsey, der Milliardär, während die UN dazu aufruft, dass Militärs in Myanmar für einen Genozid zur Verantwortung gezogen werden? Ich frage mich, ob Sie wissen, dass Ihre Rolle über Sie persönlich hinaus geht.

“Das tue ich, aber ich werde mein Handeln nicht deswegen oder wegen dem, was die Leute sagen, verändern. In diesem Fall geht es um die Praxis, die von Buddha ausgeht, und ich werde sie nicht ändern, weil ich eine bestimmte Rolle habe. Ich habe geteilt, was ich getan und erlebt habe.” 

Mir geht es mehr darum, ob Sie sich auf Grund der Tatsache, dass Sie diese riesige Plattform und so großen Einfluss haben, verantwortlicher fühlen, über diese Themen zu reden?

“Ja, ich meine, ich würde gerne zurück gehen und diese Dynamik verstehen. Ich bin nur für einen Grund nach Myanmar, die Meditation. Und das habe ich geteilt, dieses eine Ding. Das war nicht, um Twitter zu repräsentieren ...” 

Aber sie repräsentieren Twitter. 

“Das weiß ich, aber ich bin auch ein Mensch. Und diese Praxis ist gut für mich und hilft mir, zu lernen und zu wachsen. Das habe ich also geteilt, und dann sicher auf alles Feedback und was da los war reagiert. Darum ging es dabei aber bei diesem Besuch gar nicht.” 

Würden Sie etwas anders machen, wenn Sie könnten?

“Wenn es um die Praxis geht? Nein.” 

Ja, die Praxis, oder aber die Art und Weise, wie Sie das Thema nach Ihrer Rückkehr behandelt haben. 

“Ich meine, das nicht anzusprechen, war ein Fehler, aber ich wollte in dem Twitter-Thread wirklich darauf konzentriert sein, was ich während der Meditationspraxis erfahren habe. Ich glaube, da habe ich einen guten Job gemacht.” 

Es gab da noch einen anderen Fall vor ein paar Monaten. Sie waren in Indien und haben Probleme bekommen, weil Sie ein Poster mit der Aufschrift “Zerstört die Patriarchy der Brahmanen” hochhielten. Viele Leute verstehen das als Ignoranz oder als Zeichen, dass Twitter seine Verantwortungsrolle in der Welt nicht versteht. Wie reagieren Sie auf solche Vorwürfe? 

“Naja, ich denke, wissen Sie, wir lernen immer mehr über unsere Verantwortung in der Welt. Aber in diesem speziellen Fall wurde mir ein Poster gegeben und dann sagte jemand sofort: ‘Lasst uns ein Foto machen.’”

Sicher, aber nochmal, weil Sie sind, wer Sie sind: Sind Sie jetzt besonders vorsichtig, weil nicht klar ist, wir ihr Bild benutzt werden könnte? 

“Natürlich nicht. Was soll ich machen, nichts mehr von anderen Leuten annehmen? Nie mehr so ein Foto machen? Ich weiß nicht. Was ist die Lösung?”

Genau das, würde ich sagen. Sie reden auch darüber, verschiedene Perspektiven auf Twitter zu fördern. Wie gehen Sie da vor? 

“Die größte Aufgabe ist, Filterblasen und Echokammern zu bekämpfen. Während des Brexit-Referendums etwa, wenn Sie da nur Boris Johnson und Nigel Farage und all diesen Leuten gefolgt sind, dann würden Sie nur Gründe sehen, die EU zu verlassen. Wenn wir Ihnen aber ermöglichen, einem Hashtag wie #voteleave zu folgen, dann sehen Sie vielleicht 90 Prozent Gründe, die EU zu verlassen – aber auch zehn Prozent, darin zu bleiben. Wir erlauben momentan kaum verschiedene Perspektiven, weil Sie die Accounts erst selbst suchen müssen.

Man könnte den Leuten sagen, folgt dem Hashtag. Das machen die Leute aber nicht. Das ist nicht einfach, und sie machen nur, was einfach ist. Aber wir machen es den Menschen nicht einfach. Das ist eine simple Sache, die wir verändern könnten, um mehr Perspektiven zu erlauben. Dann folgen die Menschen #voteleave, und vielleicht bestärken Sie die Argumente gegen Leave sogar, die EU zu verlassen. Oder sie denken nach, was da eigentlich gerade passiert. Das wissen wir nicht. Aber wir hätten den Menschen dann eine Chance gegeben, eine Entscheidung zu treffen und diese Erfahrung zu haben.” 

Mal was ganz anderes: Sie waren außer Landes, aber haben Sie mitbekommen, dass die rechtsextreme Aktivistin Laura Loomer sich an das Twitter-Gebäude in New York gekettet hat? 

Ja. 

Wie fanden Sie den Protest?

Hm... [lacht], ich weiß nicht. Ich meine, sie glaubt, wir haben ihr Unrecht getan. Ich respektiere, dass sie kämpft und sich wehrt. 

Naja, sie hat jetzt nicht so hart gekämpft, sie hat sich nur mit Handschellen an eine der Türen gefesselt. 

Ich kenne die Details jetzt nicht, aber, ja. Ich finde es gut, wenn Leute ihre Meinung sagen, wenn Sie denken, dass ihnen Unrecht angetan wird. Sich gegen die Mächtigen auszusprechen ist etwas, dass auch unser Plattform geholfen hat, zu wachsen. Sie glaubt, wir haben ihr Unrecht getan, sie hat gehandelt. Das respektiere ich. Ich stimme ihr in fast nichts zu, aber das wissen Sie. 

Gibt es irgendeine Situation, die Sie sich vorstellen können, in der Sie die Seite löschen würden? 

Jetzt erinnere ich mich, warum ich Ihnen entfolgt bin! Weil Sie mir nichts anderes schreiben außer, dass ich die Seite löschen soll. 

Naja, das war vielleicht ... die Hälfte der Zeit so. 

Wie soll das denn helfen? 

Das ist die Frage. Gibt es eine Situation, in der Sie glauben, dass wir ohne Twitter besser dran sind? 

Sollten wir einfach alle schlechten Dinge in der Welt löschen? 

Sagen Sie gerade, dass Twitter etwas negatives ist? 

Naja, Sie nehmen das gerade an. 

Nicht unbedingt. 

Was würden Sie verwenden, wenn wir Twitter löschen würden? 

Weiß ich nicht. Ich hätte auf einmal sehr viel mehr Zeit. 

Und was würden Sie mit der Zeit anfangen? 

Das kann ich mir gerade gar nicht vorstellen. 

Ich finde ... ich denke nicht, dass das konstruktiv wäre. Ich hätte lieber konstruktive Ideen, wie wir Twitter besser machen. Wir bekommen eine Menge Beschwerden. Wir haben viele Probleme, aber sie entstehen alle aus guten Intentionen. Wir müssen nachforschen, was die Problemmuster sind, welche Probleme wir priorisieren und wie wir sie lösen. Wir können nicht alles auf einmal machen. 

Wenn mir also jemand ständig sagt, ich soll doch die Seite löschen, hilft das nicht. Andere Leute sagen mir stattdessen: ’Hey, weißt du, wenn diese eine Sache änderst, dann hätte das schon einen großen Einfluss.” 

Naja, die Seite löschen hätte einen massiven Einfluss – aber okay, wir können da unterschiedliche Meinungen haben. Ich weiß, wir haben nicht mehr viel Zeit, aber ich habe noch zwei Fragen. Es gab einen Bericht, dass Sie einen Teil ihrer Barthaare an die Rapperin Azealia Banks geschickt haben. Stimmt das? 

Nein. 

Haben Sie also nicht? 

Nein. 

Schade. Okay, letzte Frage: Ich frage mich, welche Nutzung Ihrer Plattform Sie am meisten schockiert hat. Oder mit welcher Sie am wenigsten gerechnet haben. 

Wir haben keine Form des Missbrauchs unserer Plattform, die Art der Schikane und wie die Menschen sie als Waffe benutzen, erwartet. Das ist alles schrecklich. Und, wissen Sie, wir fühlen uns deshalb traurig und dafür verantwortlich. Wir wollen das wieder gerade biegen.

Dieses Text erschien zuerst in der HuffPost US und wurde von Josh Groeneveld übersetzt und in Teilen zu Zwecken der Verständlichkeit editiert.  

(jkl)