POLITIK
01/06/2018 20:25 CEST | Aktualisiert 01/06/2018 21:05 CEST

AfD wirft MDR vor, Rangelei bei Poggenburg-Rede provoziert zu haben

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Sean Gallup via Getty Images
Bei einem Auftritt von Poggenburg kam es zu einer Rangelei (Archivbild).

Die AfD Leipzig macht dem MDR nach einem Auftritt von AfD-Politiker André Poggenburg schwere Vorwürfe. Bei einem Vortrag Poggenburgs am Donnerstag in Markkleeberg in Sachsen war es zu einer Rangelei zwischen einem Ordner und einer Demonstrantin gekommen

Ein Video des MDR zeigt, wie ein Ordner versucht, eine junge Frau aus dem Raum zu zerren. Die Demonstrantin wehrt sich heftig.

Der Pressesprecher der AfD Leipzig, Horst Juhlemann, sagt dazu der HuffPost: Es bestehe der Verdacht, dass der freie Mitarbeiter des MDR “in die geplante Provokation durch die Akteure eingeweiht war, auffällig, dass er in fast gleicher Stuhlreihe der Provokateure Platz nahm.”

Weiter heißt es: “Offenbar ist dem MDR alles recht, um die einzige echte Oppositionspartei in Deutschland zu diffamieren.” Die AfD Leipzig spricht von einer “mutmaßlich gezielten Provokation”.

Wie der MDR auf die Vorwürfe reagiert: 

Der MDR teilte auf Anfrage der HuffPost mit: “Die Vorhaltungen der AfD sind für die Redaktion nicht nachvollziehbar.”

Der freie Mitarbeiter des Senders habe sich mit einem Kollegen einer Zeitung zusammengesetzt. “Die späteren Störer waren für ihn nicht als solche erkennbar”, heißt es vom Sender.

Wie die AfD das Handeln des Ordners einschätzt: 

Der ehemalige Chef der AfD Sachsen-Anhalt, Poggenburg, nannte das Vorgehen des Ordners im Gespräch mit der HuffPost “angemessen”. “Was wollen Sie denn machen, außer den Leuten zu sagen, dass sie bitte gehen sollen?”

Pressesprecher Juhlemann sagte, die Ordner hätten die Frau “mehrfach aufgefordert, den Saal zu verlassen. Als ein Ordner sie sanft bei der Hand nahm, um sie hinaus zu begleiten, wurde dieser von ihr tätlich angegriffen”.