LIFE
08/01/2019 23:18 CET

TUI: Mann postet Urlaubsbilder, nun schuldet er dem Unternehmen 22.000 Euro

Der Brite hatte den Reiseveranstalter zuvor selbst angeklagt.

  • Ein britischer Tourist hat den Reiseveranstalter TUI verklagt, da er in seinem Urlaub angeblich tagelang krank gewesen sei.
  • TUI überführte den Briten dann aber mit seinen eigenen Social Media Posts.
  • Nun wurde der Kläger zum Angeklagten – und muss ganz schön tief in die Tasche greifen.

Justin Miller aus South Wales machte Urlaub in einem Fünf-Sterne-Hotel auf den Kapverdischen Inseln. Seine Unterkunft, das “Riu Touareg”-Hotel, soll allerdings hygienisch und kulinarisch derartig schlecht gewesen sein, dass er tagelang Durchfall und Fieber bekommen hätte. Das behauptete der Brite zumindest und forderte Schadenersatz vom Reiseveranstalter TUI.

Wie die “BILD”-Zeitung berichtet, soll der Reise-Gigant dann allerdings schnell eigene Nachforschungen angestellt haben und wurde fündig: Auf seinem Facebook-Profil schwärmte Miller ausgiebig von seiner Reise. Er postete Bilder vom Pool, vom Essen und einige Selfies, auf denen er alles andere als blass war.

TUI schlägt zurück

Mit diesen Beweismaterialien zog TUI dann vor Gericht und konnte den Fall für sich entscheiden. Doch anstatt die Angelegenheit einfach ruhen zu lassen, nahm TUI im Anschluss Miller in die Mangel.

TUI verklagte den Urlauber und auch hier gab der Richter dem Unternehmen recht. Der Brite musste viermal so viel an den Kläger zahlen, als sein Urlaub gekostet hatte. Die Summe belief sich auf etwa 22.000 Euro.

26 Wochen auf Bewährung

Eine Sprecherin von TUI Deutschland erklärte gegenüber der BILD, dass Gästereklamationen stets ernst genommen werden.

Das Unternehmen prüfe laufend Hotelbewertungen online und spreche bei Beschwerden auch immer mit Personen vor Ort. Dass in Millers Fall auch Beiträge auf Social Media verwendet wurden, resultiere ihrer Meinung nach aus den hohen Geldsummen, die der Urlauber einklagen wollte.

(jg)