POLITIK
07/03/2018 00:36 CET | Aktualisiert 07/03/2018 07:15 CET

Trumps Wirtschaftsberater Cohn wirft seinen Job hin

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Alex Wong via Getty Images
US-Präsident Donald Trump (l.) und Gary Cohn

►In den vergangenen Tagen hatte es bereits Spekulationen gegeben, nun ist es passiert: US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater, Gary Cohn, tritt von seinem Amt zurück.

► Er lag mit dem US-Präsidenten zuletzt über Kreuz – wegen dessen Drohung, Strafzölle auf ausländischen Stahl und Aluminium einzuführen.

► Es sei ihm eine Ehre gewesen, seinem Land zu dienen, und er sei Präsident Trump dankbar für diese Möglichkeit, hieß es am Dienstag in einer Stellungnahme Cohns. Trump dankte Cohn für seine Arbeit.

Darum war Cohn wichtig:

Cohn, ehemals hochrangiger Investmentbanker bei Goldman Sachs, galt innerhalb des Weißen Hauses als ausgleichender Mahner in der Wirtschaftspolitik. Er hatte Trumps nationalistischer Wirtschaftspolitik unter dem Motto “America First” das Attribut “but not alone” (“aber nicht alleine”) beigefügt und damit zumindest ein gewisses Maß an internationaler Zusammenarbeit eingefordert.

Bis zuletzt soll Cohn versucht haben, die Position Trumps gegenüber neuen Zöllen für Einfuhren von Stahl und Aluminium aufzuweichen.

Sein Rückzug wird nun auch als Indiz dafür gewertet, dass Trump sich nicht umstimmen lassen und bei seiner harten Linie auch gegen Europa bleiben will.

Das müsst ihr noch über die Folgen wissen:

Dass nun einer der letzten Befürworter von Freihandel und Globalisierung aus Trumps direktem Beraterstab geht, könnte auch Auswirkungen auf die laufenden Verhandlungen über das Freihandelsabkommen Nafta mit den US-Nachbarn Mexiko und Kanada haben.

Trump hatte mit seiner Ankündigung die Angst vor einem internationalen Handelskonflikt geschürt. Politiker und Wirtschaftsführer in aller Welt äußerten ihre Besorgnis über eine solche Auseinandersetzung.

(mf)