POLITIK
24/03/2018 21:47 CET | Aktualisiert 25/03/2018 15:22 CEST

Trumps Sprecherin thematisiert die Anti-Waffen-Demos – und entlarvt damit ihren Chef

Walters lobt die "mutigen Amerikaner".

Joshua Roberts / Reuters
White-House-Sprecherin Lindsay Walters (rechts)
  • White-House-Sprecherin Walters hat sich an die Amerikaner gewandt, die für schärfere Waffengesetze demonstrieren
  • Dabei stellte sie die gesamte Regierung bloß.

In den USA demonstrieren am Samstag Hunderttausende, um strengere Waffengesetze einzufordern. Es ist ein Schrei nach einem Ende des Mordens, der durch das Land dröhnt.

Nur der Präsident schweigt. Auch Stille kann dröhnen. 

“Wir applaudieren den mutigen jungen Amerikanern”

Umso mehr Gewicht bekommt ein Statement, das die Sprecherin des Weißen Hauses, Lindsay Walters, laut Medienberichten dazu abgab.

Sie sagte: “Wir applaudieren den vielen mutigen jungen Amerikanern, die heute die Rechte aus dem Ersten Verfassungszusatz ausüben.”

Das Amendment zur US-Verfassung verbietet es dem Kongress, die  Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit, das Recht auf friedliche Versammlungen per Gesetz einzuschränken.

Der Mut, fürs Leben zu demonstrieren

Die US-Regierung lässt also mitteilen, dass es Mut erfordere, in den USA für seine Meinung auf die Straße zu gehen.

► Wie bedroht muss dieses Grundrecht also sein im Land der Freiheit?

► Wie stark muss die Waffenlobby sein, dass es Courage braucht, zu sagen, dass man mit 30.000 Toten durch Schusswaffen pro Jahr nicht einverstanden ist?

► Wie autoritär muss ein Präsident sein, dass es Überwindung kostet zu sagen, dass man seine Anbiederung an die Waffenlobby nicht teilt?

Walters hat darauf die Antwort gegeben.

(jkl)