POLITIK
08/01/2019 22:48 CET | Aktualisiert 09/01/2019 18:43 CET

Trumps Russland-Affäre: Neue Enthüllungen – und die mysteriöse Firma aus "Land A"

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Donald Trump und Paul Manafort im Juli 2016 im Wahlkampf. 

► Die Anwälte von Donald Trumps ehemaligen Wahlkampfmanager, dem wegen Bank- und Steuerbetrug verurteilten Paul Manafort, haben versehentlich geheime Informationen über die Russland-Affäre preisgegeben. 

► Manafort war im Zuge des Skandals einen Kooperationsdeal mit Sonderermittler Robert Mueller eingegangen. Mueller wirft Manafort vor, den Deal durch Lügen gebrochen zu haben – Manaforts Anwälte bestreiten das. 

► In einem Gerichtsdokument verteidigen sie ihren Mandanten. Das Dokument enthält geschwärzte Passagen – diese sind durch einfaches Kopieren am Computer zu entziffern.

Brisant: Die geheimen Texte offenbaren neue Kontakte des Trump-Teams nach Russland. 

Diese drei Erkenntnisse enthält das Manafort-Dokument: 

1. Manafort log gegenüber Mueller offenbar über ein Treffen mit dem Russen Konstantin Kilimnik, dem Kontakte zum russischen Geheimdienst nachgesagt werden und den die Ermittler in der Russland-Affäre bereits angeklagt haben

2. Manafort traf Kilimnik, dem auch Verbindungen zu einem Putin-nahen Oligarchen nachgesagt werden, während des Wahlkampfs für die Präsidentschaftswahl in den USA in Madrid. Er hat dem angeblichen Agenten laut Manaforts Anwälten interne Daten über durch Trumps Team durchgeführte Umfragen übergeben. 

3. Manafort diskutierte mit Kilimnik über einen “Friedensplan” im Ukraine-Konflikt.  

 

Diese zwei brisanten Entwicklungen in Trumps Russland-Affäre müsst ihr noch kennen: 

Eine im Zentrum der Affäre stehende Anwältin wird angeklagt: Natalja Wesselnizkaja arrangierte das berüchtigte Trump-Tower-Meeting im Sommer 2016, bei dem sich Trumps Sohn Donald Jr., Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Manafort mit Kreml-Repräsentanten trafen. Nun wird Wesselnizkaja in einem nicht mit der Russland-Affäre zusammenhängenden Fall wegen Justizbehinderung verklagt. 

► Die Anklage ist höchst brisant – denn sie bestätigt Wesselnizkaja Verbindung zur russischen Regierung: Es geht um die Prevezon Holdings Ltd., eine wegen Geldwäsche in den USA verurteilte Firma des Kreml-Vertrauten Denis P. Katsyv. 

Eine geheime Firma verliert vor dem Supreme Court: Eine andere Firma, deren Name und Geschäft unter Geheimhaltung steht, hat unter dessen vor dem Supreme Court eine Klage gegen eine durch Sonderermittler Mueller angeordnete Herausgabe von Dokumenten verloren. 

► Die Firma, die in Dokumenten nur als in “Land A” ansässig beschrieben wird, muss nun Strafen an die USA zahlen, wenn sie der Anordnung Muellers nicht nachkommt. Worum es in der geht: Bisher geheim