POLITIK
01/03/2018 18:45 CET | Aktualisiert 01/03/2018 19:38 CET

Trump kündigt Strafzölle für Stahl und Aluminium an – schon für kommende Woche

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Kevin Lamarque / Reuters

► US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, in der nächsten Woche Strafzölle für Stahl- und Aluminiumimporte zu verhängen.

► Diese sollen 25 Prozent für Stahl und 10 Prozent für Aluminium betragen.

► “Wir werden neue Jobs bekommen und pulsierende Unternehmen”, sagte Trump.

Darum sind Trumps Strafzölle wichtig:  

Die Stahl-Politik ist elementarer Teil der “America First”-Politik der Trump-Administration. Die Zölle sollen für “eine lange Zeitspanne” gelten.

Trump hatte bereits am Donnerstagmorgen via Twitter noch einmal seine Meinung zum Thema deutlich gemacht:

► “Unsere Stahl- und Aluminiumbranche sowie viele andere wurden jahrzehntelang durch unfairen Handel und schlechte Politik mit vielen Ländern der Welt dezimiert”, schrieb Trump.

Zumindest die Europäische Union ist auf Trumps Schritt vorbereitet: Sie hatte bereits in der vergangenen Woche Gegenmaßnahmen für den nun eingetretenen Fall angekündigt und ihrerseits gedroht, Strafzölle für Whiskey und Motorräder einzuführen.

Brüssel zielt damit vor allem auf die Wahlkreise, die für Unterstützer des Präsidenten wirtschaftlich interessant sind.

Welche Auswirkungen Trumps Entscheidung auf Deutschland hat:

Der Handels-Konflikt hatte sich bereits seit längerem angekündigt. Trump hatte in der Vergangenheit vor allem Deutschland attackiert.

“Die Deutschen sind sehr böse”soll Trump gar einmal gesagt haben, als er sich im Mai vergangenen Jahres mit der EU-Spitze traf. “Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.”

Klar ist: Mit keinem anderen Land der Welt erzielte Deutschland 2017 einen so hohen Handelsüberschuss wie mit den USA – hauptsächlich durch den Verkauf von Autos und Maschinen.

Infografik: Deutschlands wichtigste Handelspartner | Statista

Neben Deutschland würde allerdings vor allem auch China bei der Einführung von US-Strafzöllen leiden.

Mit Material von dpa.