POLITIK
14/09/2018 11:50 CEST | Aktualisiert 14/09/2018 13:02 CEST

Trump völlig von der Rolle: Mitarbeiter und Ivanka machen sich Sorgen

"Es ist einfach grausam."

Im Video oben: Regierungsmitglied packt aus – Vertraute berichten von Wutanfall Trumps.

Donald Trump ist in Panik. 

Die Russland-Ermittlungen, der Verrat seines Ex-Anwaltes Michael Cohen, die Verurteilung seines Ex-Wahlkampfmanagers Paul Manafort, die Veröffentlichung von brisanten Aufnahmen durch seine Ex-Beraterin Omarosa Manigault Newman, das Enthüllungsbuch “Fear” des legendären Journalisten Bob Woodward, die brutal einbrechenden Umfragewerte kurz vor den überlebenswichtigen Midterms: Der US-Präsident steht so stark unter Druck, wie noch nie zuvor

Und: Trumps Mitarbeiter im Weißen Haus und seine Familie bekommen das laut einem Artikel der “Vanity Fair” deutlich zu spüren. 

Denn der US-Präsident, so schreibt es das US-Magazin unter Berufung auf mehrere Quellen aus dessen direktem Umfeld, verliere zunehmend die Beherrschung. So sehr, dass sich viele Mitarbeiter Sorgen machen würden. 

Ex-Mitarbeiter über Trump: “Der Präsident hat einfach genug”

“Es ist einfach grausam”, zitiert die “Vanity Fair” einen ehemaligen Mitarbeiter aus dem Weißen Haus. Laut dem Magazin werde Trump immer verbitterter. 

Mehreren Quellen zufolge sei der wahnsinnig wütend auf seine ehemaligen Berater Gary Cohn und Rob Porter, weil diese mit Woodward für dessen Buch gesprochen hätten. Er habe ihnen gedroht, sie persönlich anzugreifen, wenn sie Woodwards Darstellungen nicht als Lüge bezeichnen würden – was Cohn und Porter dann taten. 

“Der Präsident hat einfach genug”, sagte ein ehemaliger Mitarbeiter Trumps der “Vanity Fair”.

“Wenn solche Bücher rauskommen, dann neigt er dazu, sich abzuschotten und Menschen anzurufen, die er im Fernsehen sieht, damit sie gute Dinge über ihn sagen.” 

Doch richtig wütend mache Trump laut dem US-Magazin etwas anderes: der von einem seiner Mitarbeiter anonym geschriebene Artikel in der “New York Times”, der von einer Art interner Revolte gegen Trump im Weißen Haus berichtet.

Donald Trump: “besessen”, “aufgebracht”, “ausgeflippt” 

Trump sei “besessen” von der Vorstellung, dass der Verfasser des “Widerstand”-Artikels noch für ihn arbeite, schreibt die “Vanity Fair” unter Berufung auf mehrere Quellen. Trump sei deshalb “aufgebracht” und “ausgeflippt”.

“Wenn du ihn schief anguckst, dann glaubt er die nächste Stunde über, dass du den Artikel geschrieben hast”, beschrieb ein Republikaner im Gespräch mit dem Magazin Trumps Paranoia. 

Trumps ehemaliger Berater Steve Bannon sagte dem Magazin: “Es gibt einen Putsch gegen den Präsidenten, der sich langsam offenbart.”

Trump glaubte tatsächlich, dass es einen Coup gegen ihn gebe, sagte ein Bekannter des Präsidenten der “Vanity Fair”. 

Donald Trump Junior, der Sohn des Präsidenten, habe Freunden deshalb erzählt, dass er sich Sorgen mache, das sein Vater nicht mehr schlafen würde.

Und Ivanka Trump, die “First Daughter”, soll laut “Vanity Fair” sogar besorgt darüber sein, dass ihr Vater bald des Amtes enthoben werden könnte

(mf)