POLITIK
10/01/2019 07:36 CET | Aktualisiert 10/01/2019 13:42 CET

Trump verteilt erst Süßigkeiten – dann platzt ihm beim Krisentreffen der Kragen

Top-News To Go.

Jonathan Ernst / Reuters
Donald Trump vor dem Treffen mit den Demokraten. 

Der Streit in den USA um die Grenzmauer zu Mexiko geht weiter: Donald Trump verließ am Mittwoch abrupt ein Treffen mit den Demokraten. Die Oppositionspolitiker sprachen von einem “Wutanfall” des Präsidenten. 

Der US-Sender CNN berichtet, wie das Krisentreffen in einem Eklat endete. Trump sei erst in guter Stimmung gewesen und habe sogar Süßigkeiten verteilt. Und zwar Butterfinger, Baby-Ruth-Riegel und M&Ms. 

So kam es zum Eklat: Als Schumer von Trump verlangte, den Regierungsstillstand – ausgelöst durch den Streit um die Mauer – zu beenden und dann weiter über die Mauer zu verhandeln, soll der US-Präsident laut CNN gefragt haben:

► Würde Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, einem Mauerbau zustimmen, sollte Trump den Regierungsstillstand beenden?

Sie lehnte ab – und Trump verließ das Treffen. 

Was ihr über den Streit um Trumps Grenzmauer wissen müsst: 

Der Streit um die von Trump geforderte Grenzmauer ist der Grund für den “Shutdown”, der seit kurz vor Weihnachten Teile der Regierung lahmlegt.

Ein Ende der Haushaltssperre, wegen der rund 800.000 Mitarbeiter von Regierung und Bundesbehörden vorerst ohne Bezahlung arbeiten oder im Zwangsurlaub ausharren müssen, ist nicht in Sicht. Sollte der Stillstand über den Freitag hinausgehen, wäre es der längste “Shutdown” in der US-Geschichte.

Trump will an diesem Donnerstag an die Grenze nach Texas reisen, um für die Mauer zu werben. Einem neuen Budgetgesetz will er nur zustimmen, wenn es Ausgaben in Höhe von 5,7 Milliarden Dollar für den Bau vorsieht. Die Demokraten – auf deren Stimmen Trump im Kongress angewiesen ist – verweigern die Finanzierung des Bollwerks.

Was Trump gesagt haben soll: 

Die Demokraten behaupten, Trump habe bei dem Treffen als Grund für den anhaltenden Shutdown gesagt: “Weil ihr (die Demokraten, Anm.) mir nicht gebt, was ich will.”

Das Weiße Haus widerspricht gegenüber CNN dieser Darstellung. Trump habe stattdessen gesagt, er wolle die Demokraten dazu bringen, “das Richtige zu tun”. 

Mit Material der dpa.

(vw)