POLITIK
20/05/2018 20:35 CEST | Aktualisiert 20/05/2018 20:58 CEST

Trump verlangt Untersuchung, ob das FBI sein Wahlkampfteam infiltriert hat

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Jonathan Ernst / Reuters
US-Präsident Donald Trump verdächtigt das FBI, ihn ausspioniert zu haben

US-Präsident Donald Trump verlangt eine offizielle Untersuchung darüber, ob sich Bundesbehörden in seinen Wahlkampf eingemischt haben.

Am Sonntag twitterte er, er werde am Montag offiziell vom Justizministerium verlangen zu prüfen, ob sich die Bundespolizei FBI oder das Justizministerium zu politischen Zwecken sein Wahlkampfteam infiltiert oder dieses überwacht hätten.

Ebenso wolle er wissen, ob es entsprechende Forderungen seitens der Regierung seines demokratischen Vorgängers Barack Obama gegeben habe.

Das ist der Hintergrund der Forderung:

►Die Ankündigung wirkt wie ein weiterer Versuch, das FBI unter Druck zu setzen.

FBI-Sonderermittler Robert Mueller untersucht Vorwürfe, wonach Trump oder Mitarbeiter von ihm im Wahlkampf heimlich mit Russland kooperiert haben. Nach US-Recht ist Wahlkampfhilfe aus dem Ausland untersagt.

Trump hatte mit höchst umstrittenen Mitteln versucht, derartige Ermittlungen zu torpedieren. Unter anderem hatte er den früheren FBI-Chef gefeuert, James Comey.

► Am Dienstag hatte ein früherer Staatsanwalt in der konservativen Zeitschrift “National Review” geschrieben, das FBI habe höchstwahrscheinlich einen Informanten in Trumps Team gehabt. Trump hatte daraufhin kommentiert, falls das stimme, sei der Vorfall schlimmer als der Watergate-Skandal.

Wie US-Medien unter Berufung auf Ermittler berichten, soll die Information allerdings nicht korrekt sein.

Was ihr noch wissen müsst:

 Eine mögliche Kooperation mit Russland ist nicht der einzige Vorwurf, der gegen Trump im Raum steht. Erst am Samstag hatte die “New York Times” berichtet, dass sowohl die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) als auch Saudi-Arabien Trumps Team zumindest Hilfe angeboten haben sollen.