POLITIK
07/12/2018 08:37 CET | Aktualisiert 07/12/2018 13:35 CET

Trumps Putzfrauen packen aus: Wegen orangenen Make-up-Flecken rastete er aus

“Wir haben diese Beleidigungen satt, die Art, wie er über uns spricht, obwohl er weiß, dass wir die sind, die ihm helfen, Geld zu machen.”

Im Video oben verraten Insider, wie Donald Trump privat lebt.

Donald Trump wütet immer wieder auf der großen politischen Bühne gegen sie, während sie offenbar seine Betten machen und seine Toiletten putzen: illegale Einwanderer.

Zwei ehemalige Haushälterinnen des Bedminster Golf Clubs von US-Präsident Donald Trump haben in der “New York Times” jetzt ausgepackt: Sie seien bei Trumps Unternehmen angestellt gewesen und dort von ihren Vorgesetzten zunehmend schikaniert worden. Bei den beiden Frauen handelt es sich um illegale Einwanderer. 

Demnach seien beide eingestellt worden, obwohl sie falsche Papiere und keine gültige Arbeitserlaubnis hatten:

► Sandra Diaz im Jahre 2010. 

► Und Victorina Morales drei Jahre später.

Diaz erklärte, mindestens zwei Vorgesetzte hätten über ihre Situation Bescheid gewusst. Morales sagte in der Zeitung, ein Vorgesetzter habe die Arbeiterinnen als “dumme illegale Migranten” bezeichnet, die weniger Intelligenz hätten als ein Hund.

Viele Mitarbeiterinnen seien überzeugt, dass dieses Arbeitsklima auch von Trumps eigener Rhetorik angeheizt würde.

“Er ist sehr akribisch bei allem”

“Wir haben diese Beleidigungen satt, die Art, wie er über uns spricht, obwohl er weiß, dass wir die sind, die ihm helfen, Geld zu machen”, sagte Morales. 

Beide seien auch damit beauftragt gewesen, Trumps Privatresidenz auf dem Grundstück des Golfclubs, den er seit Beginn seiner Präsidentschaft schon an 70 Tagen besucht hat, zu reinigen.

► “Er ist bei allem sehr akribisch. Wenn er plötzlich kommt, rennen alle herum wie verrückt”, schildert Diaz die Besuche des US-Präsidenten. Dieser tendiere dazu, alles genau zu inspizieren. 

► So habe sie auch mehrfach Trumps Kleidung, weiße Boxershorts, Golfshirts und Khakihosen sowie seine Bettwäsche und Handtücher waschen müssen – stets mit speziellem Waschmittel in einer separaten Maschine.

► Diaz schildert einen Vorfall besonders lebhaft: Demnach sei Trump im Jahre 2012 einmal ausgerastet, weil sie es nicht geschafft habe, orangene Make-up-Reste von seinem Golfshirt zu entfernen. 

Das sei jedoch ein seltener Moment der “Grobheit” gewesen – Trump selbst sei bei den Angestellten überwiegend beliebt gewesen. Beide Angestellte berichten so auch von Trinkgeld, das Trump ihnen persönlich gegeben habe.

Diaz sagt, der Republikaner sei viel pedantischer gewesen, wenn es um die Putzfähigkeiten seiner Angestellten gegangen sei, als bei der Frage nach ihrem Aufenthaltsstatus.

(ben)