POLITIK
19/03/2018 08:57 CET | Aktualisiert 19/03/2018 08:58 CET

Trump präsentiert Plan, um Drogendealer künftig hinrichten zu lassen

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MANDEL NGAN via Getty Images

US-Präsident Donald Trump schlägt im Kampf gegen Drogen einen harten Kurs ein: Bestimmte Drogendealer sollen nach dem Willen von Trump künftig in den USA mit dem Tode bestraft werden können.

► Dies ist nach Angaben hochrangiger Regierungsbeamter Teil eines Plans zur Bekämpfung des schweren Opioid-Problems im Land, den Trump am Montag in New Hampshire verkünden will.

► Demnach soll das Justizministerium als Chefanklagebehörde auf Bundesebene in Prozessen die Todesstrafe beantragen, “wenn es unter dem geltenden Gesetz angemessen ist”.

Darum ist Trumps Anti-Drogen-Plan wichtig: 

Die USA haben ein massives Problem mit harten Drogen, wie etwa dem Stoff Fentanyl. Das Land wird von einer Epidemie der Opioide heimgesucht – Schmerzmitteln, die heroinähnliche Abhängigkeiten verursachen. 

Allein 2016 gab es in den USA mehr Drogentote als US-Opfer im Vietnamkrieg. Außerdem ist die USA wegen der Drogenkrise eines der wenigen westlichen Länder, wo die Lebenserwartung aktuell wieder sinkt. 

In ihrem “Krieg gegen die Drogen” verfolgen die USA seit Jahrzehnten mit drakonischen Strafen eine gnadenlose Abschreckungspolitik. Die Gefängnisse sind deshalb massiv überfüllt: Selbst der bloße Besitz von Cannabis kann zu Haftstrafen führen. 

Was ihr noch über Trumps Kampf gegen die Drogen wissen müsst: 

Als weitere Säulen einer neuen Strategie plant Trump nach Angaben der Beamten unter anderem eine US-weite Aufklärungskampagne über die tödlichen Gefahren des Opioid-Missbrauchs.

Außerdem sei es Ziel, durch verschiedene Initiativen den Umfang ärztlich verschriebener Opioid-Schmerzmittel binnen drei Jahren um ein Drittel zu verringern. Auch soll der Zugang zur Betreuung und Behandlung Abhängiger verbessert werden.

Insgesamt sind nach Statistiken der Seuchenbekämpfungsbehörde CDC im Jahr 2016 in den USA etwa 64.000 Menschen durch eine Drogenüberdosis gestorben.

Bereits in vergangenen Reden hatte Trump auf Länder hingewiesen, in denen kurzer Prozess mit Drogendealern gemacht werde. Manche töteten “2000, 3000, 5000 Menschen im Laufe ihres Lebens”, aber würden in den USA nicht wie Mörder bestraft, sagte Trump erst kürzlich auf einer Kundgebung in Pennsylvania.