POLITIK
07/09/2018 09:04 CEST | Aktualisiert 07/09/2018 12:00 CEST

Trump wettert vor Tausenden gegen Gegner im Weißen Haus – und blamiert sich

Auch beim zweiten Mal schaffte es Donald Trump nicht.

NICHOLAS KAMM via Getty Images
  • US-Präsident Donald Trump hat in einer Wahlkampfveranstaltung Probleme, das Wort anonym auszusprechen.
  • Und äußert dann die Vermutung, hinter dem Skandal-Text in der “New York Times” könne eine Frau stecken.

US-Präsident Donald Trump ist auf einer Wahlkampfveranstaltung in Montana am Donnerstagabend etwas ins Schlingern gekommen, als er das Wort “anonymous”, anonym, aussprechen wollte.

Das kann schon mal passieren, wenn man viel redet. Nur wirkt es besonders ungünstig, wenn man jemandem im selben Satz Scheitern vorwirft. 

“Aktiver Widerstand ist der Kommentar, der in der Versager-‘New York Times’ veröffentlicht wurde, von einem ...”, ja, einem Autor der anonym blieb.

Fehlerfrei über die Lippen ging Trump dieses Wort nicht, auch nicht beim zweiten Versuch. 

Die renommierte US-Zeitung hatte den Beitrag eines offenbar hochrangigen Regierungsmitglieds publiziert. Darin hieß es, stille Helden im Weißen Haus versuchten Trump davon abzuhalten, seine impulsiven Entscheidungen umzusetzen, die dem Land schadeten.

Trump mutmaßt, Verfasser des “NYT”-Textes könnte eine Frau sein

Trump geißelte den Text als feige. Und sagte, vielleicht handele es sich beim Verfasser nicht um einen Mann, um einen “er”, wie es immer heiße, sondern um eine Frau, eine “sie”. Vielleicht versuche man mit dem Pronomen nur, die Identität zu verschleiern.

Um dann im nächsten Satz selbst wieder zu sagen: “Die ‘New York Times’ sollte um der nationalen Sicherheit willen seinen Namen sofort veröffentlichen.”

Twitter-Nutzer, die den Ausschnitt aus der Rede sahen, den der Journalist Josh Marshall auf Twitter gepostet hatte, gingen weniger auf Trumps Spekulationen als auf seinen Versprecher ein.

Und bastelten die Sequenz in einen in den Song “Mah Na Mah Na” aus der “Muppet Show”.

(ll)