POLITIK
17/07/2018 20:43 CEST | Aktualisiert 18/07/2018 07:11 CEST

Trump will sich nach Putin-Debakel rausreden: "Ich habe mich versprochen"

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ALEXEY NIKOLSKY via Getty Images
Donald Trump und Wladimir Putin kumpelten unverhohlen vor den Kameras.

► US-Präsident Donald Trump hat die Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf nach massiver Kritik anerkannt.

► Laut der Nachrichtenagentur AP erklärte Trump, er habe sich bei der Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Montag “versprochen”, als er sagte, er wisse nicht, warum Russland das tun solle.

 

► Er habe gemeint: “Ich sehe keinen Grund, warum es nicht Russland gewesen sein soll.” 

 

► Das ist jedoch offenkundig unwahr. Wiederholt von Reportern auf die Einmischung des Kremls in den Wahlkampf angesprochen hatte Trump am Montag kein Wort der Kritik gegenüber Putin geäußert – und kritisierte stattdessen den US-Bundespolizei FBI.

► Der republikanische Senator John McCain sagte im Anschluss, nie zuvor habe sich ein US-Präsident so unterwürfig von einem Tyrannen demütigen lassen. Das Treffen markiere einen Tiefpunkt in der jüngeren Geschichte der amerikanischen Präsidentschaft. 

Was genau passiert war:

► Danach gefragt, ob er den US-Geheimdiensten glaube oder Putin, warf Trump dem FBI vor, die offenen Fragen um den E-Mail-Server seiner ehemaligen Kontrahentin Hillary Clinton nie geklärt zu haben. Eine Antwort gab er nicht, Kritik an Putin verweigerte er sogar auf Aufforderung.

FBI-Sonderermittler Robert Mueller ermittelt mit seinem Team gegen das Umfeld Donald Trumps. Es geht unter anderem um illegale Absprachen mit russischen Kontaktpersonen während des Wahlkampfs und in der Übergangszeit zur Präsidentschaft. 

Trump sagte stattdessen: “Ich wüsste nicht, wieso sie das tun würden.” Die Antwort gab dann Putin selbst, als er erklärte, er habe Trumps Wahlsieg 2016 begrüßt.

“Washington Post”-Journalistin Ashley Parker schrieb bei Twitter: “Putin, ein Ex-KGB-Agent hat ein gutes Pokerface. Aber sogar er sieht aus, als könne er seinem Glück nicht glauben, während Trump auf fremdem Boden die eigenen Geheimdienste auseinandernimmt und Putin wiederholt lobt.” 

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