POLITIK
13/09/2018 15:38 CEST | Aktualisiert 13/09/2018 17:19 CEST

Trump hat soeben die vielleicht schlimmsten Tweets seit Amtsantritt abgelassen

Bodenlos.

Oben im Video: Regierungsmitglied packt über Donald Trump aus – Vertraute berichten von Wutanfall.

Ein Rassist, ja. 

Ein Frauenfeind und Sexist, ja, auch das, auf jeden Fall. 

Ein Mann ohne Moral, ohne Rücksicht auf die demokratischen Institutionen seines Landes: Auch das ist Donald Trump

Aber jemand, der aus dem eigenen Narzissmus heraus den Tod von Tausenden seiner Bürger in einer Naturkatastrophe leugnet? Das war dem US-Präsidenten nicht zuzutrauen. 

Bis heute. Denn genau das tat Trump, als er an diesem Morgen in Washington (Ortszeit) zum Handy griff, um zwei Tweets abzulassen. Tweets, die die vielleicht schlimmsten seiner gesamten Präsidentschaft sind. 

Mehr zum Thema:Auf Puerto Rico kämpfen US-Bürger um ihr Überleben - und Donald Trump beleidigt sie dafür

Donald Trump leugnet den Tod von fast 3000 US-Bürgern in Puerto Rico

“Es sind nicht 3000 Menschen in den zwei Hurrikanen gestorben, die Puerto Rico getroffen haben.” 

So begann Trump den ersten seiner Tweets. Damit, dass er die offizielle, von einer unabhängigen Kommission ermittelte Zahl der Toten der Sturmkatastrophe auf Puerto Rico vor einem Jahr einfach leugnete

Er sei auf der Insel gewesen, schrieb Trump. Da habe es nur 6 bis 18 Tote gegeben. Die Zahl sei danach nicht bedeutend gestiegen, behauptete er.

Ohne Beweise. 

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Dann wurde es noch schlimmer. Denn Trump log nicht bloß. Er fand auch eine bizarre Verschwörungstheorie, die seine Lüge rechtfertigen sollte. 

Die Zahl von 3000 sei von den Demokraten erfunden worden, schrieb Trump. “Damit ich so schlecht wie möglich aussehe, obwohl ich Milliarden an Dollar gesammelt habe, um Puerto Rico zu helfen.” 

Trump hatte in den vergangenen Tagen immer wieder betont, wie großartig seine Regierung auf die Katastrophe in Puerto Rico reagiert hatte. Obwohl eben knapp 3000 Menschen starben. Obwohl eine Million Menschen bis zu 10 Monate keinen Strom und kein Wasser hatten. 

Mehr zum Thema:Zuerst hat Trump die Sturm-Opfer auf Puerto Rico beleidigt - jetzt will er ihnen Hilfsleistungen streichen

“Wenn eine Person aus irgendeinem Grund gestorben ist, etwa an Altersschwäche, dann haben sie ihn auf die Liste gepackt”, schwurbelte Trump. 

Screenshot

Trump ist sein Ruf wichtiger als das Leben seiner Bürger 

Im Klartext: Donald Trump, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, ist es wichtiger, an seiner Behauptung festzuhalten, seine Regierung habe gut auf die Katastrophe in Puerto Rico reagiert, als den Tod von Tausenden US-Bürgern anzuerkennen.

Nicht nur das: Trump nutzt den Tod dieser Menschen sogar aus, um Attacken auf seine politischen Gegner zu fahren

Ein Rassist, ein Sexist, eine Gefahr für die Demokratie.