POLITIK
05/07/2018 08:58 CEST

Trumps Kriegsfantasie: Präsident soll Einmarsch in Venezuela vorgeschlagen haben

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Eine Zusammenfassung der Nachricht seht ihr im Video oben.

► US-Präsident Donald Trump hat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP im vergangenen Jahr eine US-Invasion in Venezuela erwogen.

► In einem Gespräch mit Beratern im Oval Office, darunter auch der damalige Außenminister Rex Tillerson und der damalige Sicherheitsberater H. R. McMaster, soll Trump Sanktionen gegen Venezuela unter Diktator Nicolas Maduro diskutiert haben.

► Und fragte: Wenn das instabil werdende Land die regionale Sicherheit gefährde, könnten die USA dann nicht einfach in Venezuela einmarschieren?

So sollen Trumps Berater auf seinen Vorschlag reagiert haben: 

Etwa fünf Minuten lang sollen die schockierten Berater Trump erklärt haben, dass die USA dann die hart erarbeitete Unterstützung in den lateinamerikanischen Regierungen verlieren könnten.

Trump soll sich davon wenig beeindruckt gezeigt haben. 

► Am folgenden Tag hat Trump laut AP, die sich auf einen nicht näher genannten Beamten beruft, wieder von einer “militärischen Option” gesprochen haben, um Maduro zu entmachten. Die Äußerung soll sogar öffentlich gefallen sein.

► Nach AP-Informationen brachte Trump das Thema auch in einem Gespräch mit dem kolumbianischen Präsidenten aufs Tapet.

► Und im September am Rande einer UN-Generalversammlung wieder,  beim Essen mit lateinamerikanischen Verbündeten. Trump leitete das Thema ein mit: “Meine Leute haben mir gesagt, dass ich das nicht sagen soll.”

Er habe die Dinner-Partner gefragt, ob sie sicher seien, dass sie keinen Militäreinsatz wollten. Waren sie.

Was ihr zur Situation in Venezuela wissen müsst:

Maduro regiert zunehmend diktatorisch, das Land leidet unter einer massiven Schulden- und Wirtschaftskrise. Die Versorgung der Menschen ist so schlecht, dass es Unruhen gibt im Land.

Die Reaktionen auf den AP-Bericht:

► Das Weiße Haus wollte den Bericht nicht kommentieren. Aber ein Sprecher des National Security Council sagte, die USA zögen alle Möglichkeiten in Betracht, Venezuela zu helfen, Demokratie und Stabilität wieder aufzubauen.

► Die Mercosur-Staaten, unter ihnen Brasilien und Argentinien, veröffentlichten eine Erklärung, wonach einzig Dialog und Demokratie zulässige Mittel seien.

►Maduro selbst warf den USA vor, es auf die Ölreserven Venezuelas abgesehen zu haben. Er rief sein Militär zu erhöhter Wachsamkeit auf.

(jg)