POLITIK
07/09/2018 20:44 CEST | Aktualisiert 08/09/2018 18:29 CEST

Trump hält stürmische Rede – doch der Mann hinter ihm stiehlt die Show

Es ist ein kurioses Schauspiel – bis der Mann aus dem Bild gedrängt wird.

  • Donald Trump hat am Donnerstagabend in Montana eine stürmische Wahlkampfrede gehalten. 
  • Viele Menschen interessierte aber gar nicht, was der US-Präsident sagte – sondern, was hinter Trump geschah. 
  • Im Video oben: So ging Trump vor, als ein Baby es wagte, bei einer seiner Reden zu schreien. 

Donald Trump ist verdammt unterhaltsam.

Besonders dann, wenn er gerade keine staatstragenden Entscheidungen trifft, die die Welt in die Verdammnis stürzen könnten – wie Handelskriege mit China, Absprachen mit Wladimir Putin oder das Atom-Roulette mit Kim Jong-un

Dann also, wenn Trump im Wahlkampf-Modus ist – so wie am Donnerstagabend, auf einer Rally in Illinois. Der US-Präsident wütete auf dieser vor sich hin, gegen die Medien, gegen die Demokraten, gegen eigentlich alle. Zwischendurch versuchte er das Wort “anonym” zu sagen. Ohne Erfolg. 

Doch tausende Nutzer im Internet hatten kein großes Interesse daran, was Trump in seiner stürmischen Rede eigentlich von sich gab. Sondern viel mehr an einem Mann im Flanellhemd, der hinter dem US-Präsidenten zu sehen war. 

Screenshot

Trump fabuliert über die US-Wahl – und hinter ihm entgleisen Gesichtszüge

Denn der hatte seine ganz eigene Meinung zu dem, was Trump da vor sich in redete. Eine Meinung, die zu einem geradezu entgeisterten Gesichtsausdruck führte. 

Denn Trump behauptete, es sei schwieriger, die US-Wahl über das aus Wahlmännern und -frauen aus den Bundesstaaten bestehende Electoral College zu gewinnen, als über die einfache Mehrheitswahl. 

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Zur Erinnerung: Die Mehrheit der US-Wähler hat nicht Donald Trump gewählt, sondern Hillary Clinton. Trump jedoch gewann das Electoral College und wurde US-Präsident. 

“Es ist wie ein Hundertmeter-Rennen gegen einen Meilenlauf, das funktioniert verschieden”, sagte Trump. Und der Mann im Flanellhemd schaut so: 

Zu kritisch für Trump? Der Flanellhemd-Mann wird entfernt

Womöglich eine Reaktion, die Trumps Mitarbeitern zu kritisch war. 

Denn kurze Zeit nach dessen ungläubigen Blicken auf Trump spricht eine in schwarz gekleidete Frau den Mann im Flanellhemd an.

Während Trump über seine Steuersenkungen spricht, bittet sie ihn, sich woanders hinzustellen – und schickt ihn aus dem Bild. 

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