POLITIK
09/01/2019 17:36 CET

Trump-Geständnis: So soll er wirklich über seine Mauer-Rede denken

Laut der "New York Times" musste Trump zu seinem Auftritt im Oval Office überredet werden.

Bloomberg via Getty Images
Donald Trump hielt am Dienstag zur Prime Time eine auf allen Sender übertragende Ansprache an sein Volk. 
  • In seiner Rede zur Nation am Dienstagabend warnte Donald Trump vor einer Krise an der Südgrenze der USA und propagierte seine Grenzmauer zu Mexiko. 
  • Die “New York Times” berichtet nun: Der US-Präsident wollte die Rede offenbar gar nicht halten – und wurde dazu überredet. 

Es ist ein bizarrer Auftritt, den Donald Trump am Dienstagabend im Oval Office und live auf allen großen TV-Sendern der USA hat. Der US-Präsident hält eine Rede an die Nation. Eine, in der er mehrfach irreführende oder falsche Aussagen trifft.

Von einer nationalen Krise an der Grenze zu Mexiko, die es laut Experten nicht gibt, spricht Donald Trump. Von Tausenden illegalen Grenzübertritten, von Migranten, die eine Gefahr für die USA seien.

Der US-Präsident versucht, seinen Bürgern Angst zu machen. Er will Stimmung für seine Grenzmauer machen, wegen deren umstrittenen Kosten Teile der US-Regierungsgeschäfte seit über zwei Wochen lahm liegen. 

Doch eigentlich, so berichtet es die “New York Times”, habe Trump nie geglaubt, dass seine Angstrede etwas bewirken könne.

Eigentlich, schreibt die Zeitung, habe der US-Präsident sie gar nicht halten wollen. 

NYT: Berater sollen Trump zu der Rede gedrängt haben

Mit seiner Rede sei Trump einer Strategie gefolgt, an die er selbst nicht glaube, schreibt die “NYT”. Das berichtet auch die Nachrichtenseite “Axios”.

Wenige Stunden habe der US-Präsident in einem Hintergrundgespräch mit mehreren TV-Moderatoren in deutlichen Worten klar gemacht, dass er weder eine Rede an die Nation halten, noch die US-mexikanische Grenze in Texas besuchen wolle. 

Die Zeitung beruft sich bei ihren Informationen auf zwei anonyme Quellen, die über das Gespräch unterrichtet seien beziehungsweise bei diesem im Raum waren. 

Trump habe demnach über seinen geplanten Grenzbesuch gesagt: “Es wird verdammt noch mal nichts ändern, aber ich mach es trotzdem.” 

Trump habe auf seine Presseberater gezeigt und gesagt: “Diese Leute glauben, dass es die Zeit wert ist.” 

(lp)