POLITIK
19/01/2019 08:36 CET | Aktualisiert 19/01/2019 14:10 CET

Trump-Enthüllung einkassiert: Sonderermittler Mueller bestreitet Cohen-Bericht

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Bloomberg via Getty Images
Sonderermittler Robert Mueller hat ein seltenes Statement über einen Medienbericht zu seinen Ermittlungen abgegeben. 

► Robert Mueller, der Sonderermittler in der Russland-Affäre in den USA, hat einen Bericht der Nachrichtenseite “Buzzfeed” als “nicht korrekt” bezeichnet. 

► “Buzzfeed” hatte berichtet, Mueller wisse, dass Donald Trump seinem Ex-Anwalt Michael Cohen aufgetragen habe, über ein geplantes Trump-Tower-Projekt in Moskau vor dem Kongress zu lügen – diesen also zu einem Verbrechen angestiftet habe.

► Muellers Sprecher Robert Carr teilte daraufhin mit:  

“Buzzfeeds Beschreibung bestimmter Stellungnahmen gegenüber dem Büro des Sonderermittlers und die Charakterisierung von durch das Büro erlangten Dokumenten und Aussagen in Bezug auf Michael Cohens Aussage vor dem Kongress sind nicht korrekt.”

Wie Muellers Statement über die Trump-Enthüllung einzuordnen ist: 

Statements aus Muellers Büro sind eine Rarität. Zumeist gibt es von Sprecher Carr zur Berichterstattung über die Ermittlung nur ein “kein Kommentar” zu hören. 

Dass Mueller auf die “Buzzfeed”-Story mit einem ausführlichen Statement reagiert, ist also bemerkenswert. Unklar ist, ob Mueller nur Teile des Artikels für “nicht korrekt” hält – oder ob der gesamte Artikel als falsch erachtet wird. 

Wie “Buzzfeed” auf das Mueller-Statement reagiert:

“Buzzfeed” bleibt bei seiner Darstellung und steht zu dem Bericht über Trump und Cohen. Chefredakteur Ben Smith forderte Sonderermittler Mueller auf, dass Statement über den Artikel zu konkretisieren. 

Im Gespräch mit dem Sender MSNBC nannte Smiths Muellers Statement “vage”. Vor Veröffentlichung des Artikels habe es aus dem Büro des Sonderermittlers keinen Kommentar zu diesem gegeben. 

Zum Hintergrund

 

Michael Cohen ist Donald Trumps ehemaliger Anwalt und langjähriger Fixer – er fädelte für den Milliardär Deals ein und stellte Kontakte her. Der Anwalt kooperiert mit Sonderermittler Robert Mueller und steht unter anderem wegen Bankbetrug und illegalen Wahlkampfspenden – in die laut Cohen auch Trump verwickelt war – vor einer dreijährigen Haftstrafe.