POLITIK
26/07/2018 17:50 CEST | Aktualisiert 26/07/2018 21:22 CEST

Streit um US-Pastor: Trump droht Türkei mit Sanktionen

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Anadolu Agency via Getty Images
Trump und Erdogan beim jüngsten Nato-Gipfel in Brüssel. 

US-Präsident Donald Trump hat der Türkei mit harten Sanktionen gedroht. Auf Twitter forderte er die Freilassung des amerikanischen Pastors Andrew Brunson. 

Brunson sitzt seit mehr als anderthalb Jahren in der Türkei in Untersuchungshaft. Die türkische Justiz wirft ihm Verbindungen zur verbotenen türkischen Arbeiterpartei PKK und zur Gülen-Bewegung vor. 

► Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu reagierte mit Empörung: “Niemand macht der Türkei Vorschriften. Wir werden niemals und von niemandem Drohungen akzeptieren”, twitterte er am Donnerstagabend. 

Was ihr über die amerikanisch-türkischen Beziehungen wissen müsst: 

Die türkische Führung macht Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte in der Vergangenheit einen Austausch von Gülen gegen Brunson vorgeschlagen. 

2017 hatten sich die Beziehungen zwischen Washington und Ankara massiv verschlechtert. Die Türkei hatte US-Botschaftsangestellte festgenommen. 

Was ihr noch über den Fall Brunson wissen müsst: 

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis dürfe der Pastor sein Haus im westtürkischen Izmir nicht verlassen, berichtete der Sender CNN Türk unter Berufung auf die Gerichtsentscheidung. Brunson sollen demnach elektronische Fußfesseln angelegt werden oder er soll durch eine ähnliche technische Vorrichtung kontrolliert werden. 

“Er leidet fürchterlich. Dieser unschuldige Glaubensmann sollte umgehend freigelassen werden”, twitterte Trump.

(chr)