POLITIK
13/03/2018 16:34 CET

Wie die Republikaner die Untersuchung der Russland-Affäre sabotieren

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Joshua Roberts / Reuters

Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben am Dienstag mitgeteilt, es gebe keine Belege dafür, dass Donald Trump und sein Team im Wahlkampf mit Russland zusammengearbeitet hätten.

► So lautet das Urteil der republikanischen Mitglieder des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus. Die demokratischen Mitglieder wurden in diesem Bericht nicht miteinbezogen.

► Die “Washington Post” zitierte aus dem Bericht. Demnach werfen die Republikaner dem Trump-Team nicht mehr vor, als ein schlechtes Urteilsvermögen oder unangemessene Treffen mit russischen Vertretern.

Darum ist der Bericht der Republikaner wichtig:

Laut den Republikanern gebe es keinen Grund für die Annahme, dass Russland für Trump und gegen dessen Rivalin Hillary Clinton war. Sie widersprechen damit den Erkenntnissen der US-Geheimdienste, die die Parteinahme für erwiesen ansehen.

► Die Demokraten werfen den Republikanern daher vor: Sie wollen die Russland-Ermittlungen sabotieren – und Trump in Schutz nehmen.

Mehrere Geheimdienstausschüsse und Sonderermittler Robert Mueller untersuchen mögliche Absprachen zwischen Trump und den Russen. Eine Ende der Ermittlungen ist noch nicht in Sicht, Mueller ist gerade dabei, seine Untersuchung auszuweiten.

Was ihr noch über die Russland-Affäre wissen müsst:

Der ehemalige US-Justizminister Eric Holder, ein Demokrat, machte den Republikanern schwere Vorwürfe:

“Der republikanische Geheimdienstausschuss bricht die Russland-Ermittlungen ab, bevor sie beendet wurden. Das ist eine Vertuschung und ein bleibender Schaden für den Ruf dessen, was ein unparteiischer Ausschuss sein sollte (...). Politik schlägt das Verlangen nach Wahrheit.”

(lp)