POLITIK
09/06/2018 23:46 CEST | Aktualisiert 10/06/2018 18:33 CEST

Traum in grandiosen Bildern: So hätte der G7-Gipfel laufen können

Das stärkste am G7-Gipfel waren die Fotos.

Es macht einfach keinen Spaß, die Berichte über den G7-Gipfel zu lesen.

So in dem Stil: Die G7-Staaten haben sich trotz tiefgreifender Differenzen auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt. Dem Vernehmen nach konnten grundlegende Streitpunkte zwischen US-Präsident Donald Trump und den anderen Staats- und Regierungschefs wie zum Beispiel beim Klimaschutz nicht ausgeräumt werden.

Heißt in Kurzform: Sch... gelaufen.

Was bleibt da noch? Grandiose Bilder vom Gipfel. Und ein Traum, wie es hätte sein können.

Der G7-Gipfel in Bildern

US-Präsident Donald Trump bricht zum Treffen mit den Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie anderen Wichtigen auf. In Gedanken an das, was er in der internationalen Politik angerichtet hat, zieht sich ihm der Magen zusammen. 

Kevin Lamarque / Reuters

Schon beim Aussteigen aus der Airforce One in Bagotville in La Baie, Quebec, droht Trump allen mit der Faust, die den freien Handel einschränken wollen, Hass und Fake News verbreiten. Jetzt wird alles anders!

Leah Millis / Reuters

Die britische Premierministerin Theresa May und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ahnen noch nichts vom Sinneswandel, entsprechend eingeschränkt ist die Vorfreude ...

IAN LANGSTON via Getty Images

... auf Trump, der jede Minute eintreffen muss.

SAUL LOEB via Getty Images

Gastgeber Justin Trudeau herzt derweil schon mal IWF-Chefin Christine Lagarde.

Yves Herman / Reuters

Um die Stimmung aufzulockern, hat er vorsorglich Socken mit lustigem Tier-Muster angezogen.

Christinne Muschi / Reuters

Zu aller Überraschung räumt Trump zu Beginn des Gipfels ein, dass er und seine internationalen Partner in der Vergangenheit immer mal unterschiedlicher Meinung gewesen seien. Aber das sei vorbei.

Leah Millis / Reuters

Lagarde reagiert überrascht ...

Leah Millis / Reuters

... aber erfreut. Merkel fragt vorsorglich nach, ob sie wirklich richtig gehört hat.

Christinne Muschi / Reuters

Die Herren nehmen Trumps Sinneswandel nicht so gut auf. US-Sicherheitsberater John Bolton ist traurig, dass America First jetzt nicht mehr gilt.

Leah Millis / Reuters

EU-Komissionpräsident Jean-Claude Juncker wirkt auch nicht restlos überzeugt.

Yves Herman / Reuters

So viel Misstrauen findet Trump unfair.

Yves Herman / Reuters

Dafür beglückwünscht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Trump mit einem dermaßen herzlichen Händedruck zum Kurswechsel, dass Macrons Fingerabdruck länger auf Trumps Hand zu sehen ist.

LUDOVIC MARIN via Getty Images

Dass Trump jetzt aber auch noch die Merkel-Raute imitiert, weil er sich die unaufgeregte Art Merkels (CDU) zum Vorbild nehmen will, hält Macron schlicht für Schleimerei.

SAUL LOEB via Getty Images

Tatsächlich geht Trump mit Merkel mal vor die Tür und lässt sich von ihr die Welt und die Politik erklären.

Leon Neal via Getty Images

Am Ende des Gipfels umringen alle Staatschefs Trump, um ihm zu zeigen, dass er nun zu ihnen gehört, zu den ernstzunehmenden Weltpolitikern. Nur der Sicherheitsberater, der zieht nach wie vor einen Flunsch.

 

dpa

 

So oder so ähnlich hätte es laufen können in einer idealen Welt. Wir wissen, dass es anders kam.