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16/08/2018 06:36 CEST | Aktualisiert 16/08/2018 09:33 CEST

Toni Kroos rechnet mit Mesut Özil ab: "Weise des Rücktritts nicht in Ordnung"

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Toni Kroos’ Statement seht ihr auch im Video oben.

Nationalspieler Toni Kroos  hat sich in einem Interview mit der “Bild”-Zeitung erstmals über den Rücktritt von Mesut Özil geäußert – und harte Worte gefunden. 

► Zwar lobt Kroos den ehemaligen Kollegen im DFB-Trikot als Fußballer, sagt aber auch: “Die Art und Weise seines Rücktritts war aber nicht in Ordnung.”

► Denn: “Der Anteil, der in seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet. Ich denke, dass er selbst weiß, dass es Rassismus innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB nicht gibt.”

Darum ist die Äußerung von Kroos so brisant: 

Der türkischstämmige Özil war im Juli aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. In einer über die sozialen Medien veröffentlichten Erklärung warf der DFB-Chef Reinhard Grindel Rassismus vor. Der Austritt entfachte eine heftige Debatte über Integration und Diskriminierungserfahrungen von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Kroos erklärt die Rassismus-Kritik des Arsenal-Stars zum Teil nun als “Quatsch”. Zuvor hatte bereits DFB-Kollege Thomas Müller gesagt, im DFB-Team und im Sport gebe es keinen Rassismus. 

Was Kroos noch sagte: 

Der Mittelfeldmann von Real Madrid sagte im “Bild”-Interview außerdem, es wäre aus seiner Sicht peinlich, sich hinter der Debatte um das Foto von Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu verstecken und es als Grund für das schlechte Abschneiden bei der Weltmeisterschaft in Russland zu nennen. 

Aber: “Mesut wurde für das Foto kritisiert – und das zu Recht. Und er hat die Chance verstreichen lassen, sich dazu zu erklären.”

(ame)