NACHRICHTEN
18/10/2018 22:20 CEST

Mann täuscht seinen eigenen Tod vor – und lebt wie Gott in Frankreich

Totgeglaubte leben länger und scheinbar in Frankreich.

  • Ein ukrainischer Verbrecher hat seinen Tod vorgetäuscht und ein luxuriöses Leben in Frankreich gelebt.
  • Die Polizei schnappte ihn aufgrund von verdächtigen Bankaktivitäten.
  • Im Video oben: Diese drei Alcatraz-Geflohenen wurden für tot erklärt – Jahrzehnte später erhält die Polizei einen brisanten Brief.

Die französische Polizei hat einen ukrainischen Verbrecher festgenommen, der dem Gesetz mit gefälschten Todesurkunden entgehen wollte.

Wie Europol am Dienstag verkündete, wurde der vermeintlich Totgeglaubte nahe der französischen Stadt Dijon gefunden und festgenommen.

Der Ukrainer, der in dem Statement von Europol nur als “König des Schlosses” bezeichnet wurde, lebte in Frankreich tatsächlich in einem alten Palast. Die Polizei fand außerdem einen Vintage Rolls Royce und drei Gemälde von Salvador Dali. Insgesamt war der Verbrecher im Besitz von über 4 Millionen Euro.

Komplexer Fall von Betrug und Geldwäsche

Auf die Schliche kamen die Ermittler dem Mann, als im Januar drei Millionen Euro an eine Firma in Luxemburg überwiesen wurden. Das Geld konnte auf den Kauf des Schlosses zurückgeführt werden.

“Der rechtmäßige Eigentümer, der ganz am Ende der Transaktion stand, war ein ukrainischer Staatsbürger. Dieser steht in seinem Land unter Korruptionsverdacht”, erklärte Europol. 

Die Polizeibehörde vermutete, dass ein komplexer Fall von internationalem Betrug und Geldwäsche vorliegen könnte.

Französische, ukrainische und luxemburgische Behörden arbeiteten dann Hand in Hand und stellten fest, dass der gesuchte Mann gefälschte Todesurkunden verwendet hatte, um einer möglichen Verfolgung zu entgehen.

Der Mann war laut Europol aber “nicht nur am Leben, sondern genoß ein luxuriöses Leben in Frankreich”.

Korruptionsprobleme in der Ukraine

Im Jahr 2014 gab es in der Ukraine eine Revolution, die viele der korrupten Machenschaften der damaligen Regierung zu Tage gefördert hatte. Der Fall in Frankreich zeigt aber, dass im Land noch immer Handlungsbedarf herrscht.

Auf dem Korruptions-Index von Transparency International schaffte es die Ukraine gemeinsam mit Sierra Leone und Myanmar nur auf den 130. Platz. Als einziges europäisches Land ist nur schlechter eingestuft worden. Der Index gibt Aufschluss über das Vorkommen und den Umgang mit Korruption innerhalb eines Landes.

(mf)