LIFE
12/09/2018 14:50 CEST | Aktualisiert 13/09/2018 12:31 CEST

Tier einschläfern: Das fühlt eurer Hund in den Minuten vor seinem Tod

"Ganz ehrlich, das hat mich fertig gemacht."

  • Jessi Dietrich veröffentlichte einen emotionalen Tweet auf Twitter.
  • Sie fragte ihren Tierarzt, was das Schlimmste an seinem Job sei – seine Antwort war herzzerreißend.
  • Im Video oben: Diese Frau verlor ihren Hund bei Autounfall – doch plötzlich steht er vor ihr.

Jessi Dietrich hatte keine Ahnung, wie Twitter-Nutzer reagieren würden, als sie einen besonders emotionalen Tweet verfasste. 

Bei einem Tierarztbesuch fragte die junge Frau aus dem US-Bundesstaat Tennessee den Arzt, was denn der schlimmste Aspekt seines Jobs sei. 

Seine Antwort: 90 Prozent der Tierbesitzer würden nicht mit im Raum sein wollen, wenn ihr Tier eingeschläfert wird.

Die Vierbeiner würden also meist ihre letzten Momente damit verbringen, sich panisch nach ihren Herrchen umzusehen. 

“Ganz ehrlich, das hat mich fertig gemacht”, schreibt Dietrich in dem Post. 

“Es tut mir leid”

Der Tweet hat inzwischen schon über 140.000 Likes erhalten und Jessi war sich überhaupt nicht bewusst, welche Wellen der Post schlagen würde. 

Zwei Tage später musste sie sich fast entschuldigen und sagte: “Es tut mir so leid, ich wollte wirklich nicht so viele Herzen brechen, aber es war mir so wichtig, dass das Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt.” 

Andere Twitter-Nutzer wollten anschließend zeigen, dass nicht alle Tiere alleine sterben müssen. Sie posteten Bilder, die kurz vor dem Tod ihrer geliebten Haustiere entstanden waren.

Tipps für stressfreies Einschläfern

Es ist immer schrecklich, sich von den pelzigen Familienmitglieder zu verabschieden und ein allgemein gültiges Protokoll für diese Situationen gebe es auch nicht. 

Tierärztin Ute Busch schreibt allerdings in einem Beitrag auf ihrer Website: “Auch wenn Sie am liebsten gar nicht daran denken möchten, ist es besser, den Ablauf des Einschläferns zu kennen, um besser darauf vorbereitet zu sein. Unwissenheit schürt unnötige Ängste um den Abschied vom geliebten Haustier.”

Busch empfiehlt, die Tiere, wenn möglich, zu Hause oder in gewohnter Umgebung einzuschläfern. Der Transport in die Tierarzt-Praxis könne für Panik sorgen. Zu Hause hingegen habe man genug Zeit und Ruhe. 

 

Alles tun, was das Tier beruhigt

Um die Tiere zu beruhigen und ihnen die Angst zu nehmen sei es empfehlenswert, bei dem Tier zu bleiben, zu versuchen, es zu beruhigen und wenn möglich, auf eine gewohnte Decke zu legen.

Hilfreich sei es auch, den Kopf des Tieres festzuhalten oder ihn auf seinen Schoß zu legen. Man könne prinzipiell alles mit dem Tier tun, was es beruhigt und den Arzt nicht bei seiner Tätigkeit behindert. 

Der Sterbeprozess dauert je nach Zustand des Tieres 15 bis 30 Minuten. 

“Nehmen Sie in Ruhe Abschied und denken Sie an schöne Zeiten zurück.”

Auch wenn es “nur” ein Haustier war, der Verlust schmerzt unheimlich. Sich also gut über den Einschläferungsprozess zu informieren und sich dann Zeit zum Trauern zu nehmen, sei essentiell. 

(chr)