POLITIK
10/12/2018 16:46 CET | Aktualisiert 10/12/2018 18:22 CET

Theresa May verschiebt Brexit-Abstimmung und will mit EU nachverhandeln

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Im Video oben kündigt May die Verschiebung der Brexit-Abstimmung im Unterhaus an.

► Die britische Premierministerin Theresa May hat die für Dienstag geplante Abstimmung über den Brexit verschoben. Es hatte sich abgezeichnet, dass es im britischen Unterhaus keine Mehrheit für ihren Deal zum EU-Austritt gibt.

► May erklärte am Montagnachmittag, die Ablehnung ihres Deals liege vor allem am sogenannten “backstop”. Damit ist eine Lösung gemeint, die eine feste Grenze zwischen Nordirland und Irland in jedem Fall ausschließen würde.

► Konkret sieht der “backstop” vereinfacht gesagt vor, dass Großbritannien nach dem Brexit Teil der EU-Zollunion bleibt, bis eine Grenzregelung gefunden ist. Kritiker bemängeln: Großbritannien müsste sich mit Mays Brexit-Deal weiter an EU-Regeln halten, habe aber kein Mitspracherecht mehr.

► May sagte, sie wolle in den kommenden Tagen zusätzliche Versicherungen der EU einholen. Aus Brüssel heißt es derweil, es werde keine Nachverhandlungen geben.

Wie es weitergeht:

Dass May 320 der 639 stimmberechtigten Abgeordneten auf ihre Seite bringt, ist momentan höchst unwahrscheinlich. Derzeit sind laut Berichten über 340 Abgeordnete gegen Mays Brexit-Plan.

Scheitert Mays Brexit-Deal im Parlament, muss sie entweder noch einmal abstimmen lassen – oder es braucht einen Plan B.

Die HuffPost UK hat mögliche Szenarien zusammengestellt, wie es weitergeht: