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09/07/2018 10:51 CEST | Aktualisiert 09/07/2018 11:59 CEST

Höhlen-Drama in Thailand: Eltern dürfen Kinder nur durch Glaswand sehen

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Reuters Staff / Reuters
Die Eltern eines der Jungen, die in der Höhle eingeschlossen sind.

In Thailand geht die Rettungsaktion für die eingeschlossenen Fußballer weiter. Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn sagte am Montag, Spezialtaucher seien wieder auf dem Weg in die Höhle zu den noch eingeschlossenen acht Jungen und ihrem Betreuer.

Die ersten vier Jugendlichen wurden am frühen Sonntagabend nach mehr als zwei Wochen aus der teils überfluteten Höhle im der Provinz Chiang Rai befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Gesundheitszustand ist nach Angaben der Behörden zufriedenstellend.

► Laut der Nachrichtenagentur AP durften die Eltern noch nicht zu ihren Kindern. Es bestehe ein zu hohes Infektionsrisiko. Die Angehörigen durften die Jungen demnach nur durch eine Glaswand sehen.

Was noch über die Rettung bekannt ist:

Die vier aus der thailändischen Höhle geretteten Jungen haben vor ihrem Tauchgang starke Medikamente bekommen.

“Die Jungs standen unter Beruhigungsmitteln, damit sie nicht in Panik gerieten”, sagte der dänische Taucher Ivan Karadzic dem dänischen Rundfunk. “Sie waren nicht total betäubt, aber sie reagierten nicht mehr richtig.”

Karadzic war an der Rettungsaktion am Sonntag beteiligt und half etwa auf halben Weg in der überschwemmten Höhle dabei, Druckluftflaschen auszuwechseln.

“Wir hatten uns alle möglichen Katastrophenszenarien ausgemalt - Ausrüstung, die kaputt geht, und Kinder, die in Panik geraten, ertrinken und wiederbelebt werden müssen”, erzählte er der Nachrichtenagentur Ritzau.

“Wir waren darauf vorbereitet, doch nichts ist passiert. Alle waren auf ihren Posten und taten genau, was sie sollten.”