POLITIK
18/12/2018 11:58 CET | Aktualisiert 18/12/2018 14:05 CET

Tempolimit 120: Deutsche Umwelthilfe holt zum nächsten Schlag aus

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► Die wegen Klagen für Diesel-Fahrverbote heftig kritisierte Deutsche Umwelthilfe (DUH) prüft die Chancen für ein Tempolimit von 120 auf deutschen Autobahnen.

► Damit lasse sich Klimaschutz im Verkehr auch bei denjenigen Autos erreichen, die schon auf der Straße seien, sagte DUH-Chef Jürgen Resch am Dienstag in Berlin.

Im Video oben: Braucht Deutschland ein Tempolimit? Das sagen Autofahrer zu dem Vorschlag.

► Ziel sei es, mit “ungewöhnlichen Allianzen” für die Beschränkung zu werben. “Ja, wir prüfen auch, welche juristischen Möglichkeiten wir hier für die Durchsetzungen haben”, sagte er auf Nachfrage.

Warum die Nachricht wichtig ist: Tempolimit 120: Deutsche Umwelthilfe holt zum nächsten Schlag

Die am Montagabend in Brüssel vereinbarten neuen Klimaschutzziele für Pkw-Neuwagen hält die DUH für nicht ausreichend. Problematisch sei unter anderem das Kleingedruckte - unter anderem die Art, wie Elektroautos auf den Schnitt der Neuwagen angerechnet würden, sagte Resch.

Unterhändler der EU-Staaten, des Europaparlaments und der EU-Kommission hatten sich darauf geeinigt, dass der CO2-Ausstoß von Neuwagen bis zum Jahr 2030 um 37,5 Prozent im Vergleich zu 2021 sinken soll. Die Branche hält das für unverhältnismäßig und unrealistisch.

Was ihr noch über das Tempolimit 120 wissen müsst: Tempolimit 120: Deutsche Umwelthilfe holt zum nächsten Schlag

Die Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen wird seit Jahren diskutiert – ist aber hochumstritten. 2013 etwa scheiterte der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel mit einem Vorstoß. 

Befürworter nennen weniger Verkehrstote, geringere CO2-Emissionen und weniger Staus. Gegner hingegen empfinden eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung als Eingriff in die persönliche Freiheit und verweisen darauf, dass bereits auf 40 Prozent der Autobahnen eine Geschwindigkeitsbegrenzung gelte.

Mit Material von dpa.

(ben)