POLITIK
09/10/2018 06:43 CEST | Aktualisiert 09/10/2018 08:18 CEST

"Tagesthemen"- Mann warnt: "Millionen Menschen werden nach Norden drängen"

Er warnte vor den Folgen des Klimawandels.

ARD
Werner Eckert vom SWR.
  • Die “Tagesthemen” warnen in einem Kommentar vor den möglichen Folgen der Erderwärmung.
  • Millionen Menschen könnten davon in die Flucht getrieben werden.

Es wird heiß auf der Welt. Sehr heiß.

Ein alarmierender Bericht der UN kam am Montag zum Ergebnis: 

Bliebe es beim derzeitigen Tempo der Erwärmung, sei ein Plus um 1,5 Grad womöglich schon 2030 erreicht, spätestens aber im Jahr 2052. Mögliche Folgen, wenn es noch wärmer wird: ein Auftauen des Permafrostbodens und des Eises in der Arktis, dazu gewaltige Überschwemmungen, abnehmende Korallenriffe, Dürre, Armut.

In den ARD-“Tagesthemen” kommentierte Werner Eckert vom SWR die zu laxe Haltung Deutschlands in der Klimapolitik. 

“Deutschland ist ein abschreckendes Beispiel”

“Erst wenn die Jungs am Sonntag beim Fußball reihenweise umkippen und die Alten überhaupt nicht mehr vor die Hütte können, erst wenn die Tomaten aus Spanien wegen Wassermangel so richtig teuer werden, werdet ihr begreifen, was Klimawandel wirklich ist”, sagte Eckert in Anspielung auf den berühmten Ausspruch von Häuptling Seattle.

Er warnte von den Folgen dieses Klimawandels: “Erst wenn nicht tausende Menschen, sondern Millionen, und das dauerhaft (...) in Richtung Norden drängen. Da, wo man dann noch leben kann.” 

Der ARD-Kommentator glaubt: Bald schon ist es zu spät, das zu verhindern.

Die gute Nachricht des IPCC-Berichts sei: “Jetzt gerade ging noch was.” Das Pariser Klimaabkommen reiche aber nicht. Die Bundesregierung sei beim Klimaschutz “abgetaucht”. 

Angela Merkel blockiere in der EU beim Thema Auto-Abgase und der Kohleausstieg werde verzögert. Deutschland könne die Welt nicht alleine retten.

“Aber wir könnten ein gutes Vorbild sein, waren wir auch mal. Heute sind wir eher ein abschreckendes Beispiel.”

(vw)