POLITIK
28/06/2018 16:13 CEST | Aktualisiert 28/06/2018 16:16 CEST

"Tagesschau"-Moderator entlarvt "Endsiegpropaganda" von AfD-Politiker

Top-News To Go.

Screenshot / ARD
"Tagesschau"-Moderator Constantin Schreiber (rechts) interviewt AfD-Politiker Peter Boehringer.

► In der “Tagesschau”-Ausgabe am Donnerstagmittag hat ARD-Journalist Constantin Schreiber mit dem AfD-Abgeordnete Peter Boehringer über den Bundeshaushalt gesprochen – und brachte ihn am Ende des Gesprächs beim Thema Griechenland ins Schlingern.

► Anders als die meisten Wirtschaftswissenschaftler vertritt Boehringer die Sicht, Deutschland habe nicht von der Griechenland-Rettung profitiert. Laut des AfD-Politikers sei die ”öffentliche Meinung gekauft, nicht nur bei den Ökonomen”.  

► An diesem Punkt hakte Schreiber nach. Denn Boehringer bezeichnete diesen Vorgang auf seiner Homepage als “Endsiegpropaganda”. Der entsprechende Artikel ging erst vergangene Woche online:

Screenshot
Screenshot der Titelzeile des in der "Tagesschau" angesprochenen Artikels auf der Webseite von Peter Boehringer.

► Davon wollte der AfD-Mann in dem Live-Interview plötzlich nichts mehr wissen. Als Schreiber fragte, ob Boehringer “Endsiegpropaganda” für “eine angemessene Ausdrucksweise” halte, wich dieser aus. “Ach ja”, seufzte er, “Sie können jetzt hier belehrende Fragen stellen. (...) Stellen Sie sachliche Fragen”, wich er aus. “Zum Thema “Endsiegpropaganda” “unterhalten wir uns an andere Stelle”, sagte Boehringer schließlich.

Darum ist die Haltung von AfD-Politiker Peter Boehringer wichtig:

Boehringer vertritt wie seine gesamte Partei die Auffassung, dass die Griechenland-Rettung deutsche Steuerzahler belastet habe – was falsch ist

Zudem erklärte die Bundesregierung in der vergangenen Woche, dass Deutschland 2,9 Milliarden Euro durch Zinsgewinne aus der Griechenland-Hilfe seit 2010 eingenommen hat. Damit gehört Deutschland zu den größten Profiteuren der Milliardenhilfen zur Rettung Griechenlands.

(mkl)