POLITIK
01/03/2018 14:51 CET | Aktualisiert 01/03/2018 15:18 CET

Tafel-Chef attackiert Merkel – und gibt ihr Schuld an Armut und Elend in Deutschland

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Im Video oben: Merkel legt in Streit um Essener Tafel nach: “Bedürftigkeit ist Bedürftigkeit”

► Der Vorsitzende der Tafeln in Deutschland, Jochen Brühl, hat Angela Merkel für ihre Kritik an der Essener Tafel attackiert. 

► “Wir lassen uns nicht von der Kanzlerin rügen, denn die aktuelle Entwicklung ist eine Konsequenz ihrer Politik”, sagte Brühl der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (“NOZ”). 

► Der Tafel-Chef forderte: “Die politischen Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, das ist nicht die Aufgabe der Tafel. Das ist Aufgabe des Staates.“

Darum sind die Aussagen von Brühl wichtig: 

Die Bundeskanzlerin hatte die Entscheidung der Essener Tafel, in Zukunft keine Ausländer mehr aufzunehmen, als “nicht gut” kritisiert. Zwischen Bedürftigen sollte keine Kategorisierung vorgenommen werden.  

Brühl mahnte nun an, die Politiker müssten sich fragen, welchen Anteil sie an den wachsenden Problemen hätten. Als solche nannte er einen “unfassbaren Niedriglohnsektor”, eine unzureichende Grundsicherung und die “unausgegorene Zuwanderungspolitik”.  

Mehr zum Thema: “Kümmert sich nur um Flüchtlinge”: Sat.1-Moderator begibt sich in Kommentar über Merkel unter AfD-Niveau

Was ihr noch über den Tafel-Streit wissen müsst: 

Brühl warnte in der “NOZ” davor, dass die Arbeit vieler Tafeln wegen Überlastung gefährdet sei. Die aktuelle Diskussion finde auf dem Rücken der Ehrenamtlichen statt. 

► Der Tafel-Chef verlangt von der Politik: ”Kümmert euch um die, die sich ehrenamtlich engagieren.”

(mf)