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31/01/2018 09:49 CET | Aktualisiert 31/01/2018 13:56 CET

Nach 150 Jahren: Den seltenen "Super-Blau-Blutmond" gibt es am Mittwoch

Es ist ein seltenes Himmelsspektakel.

  • Am 31. Januar kommt es zu einem Phänomen, das so nur alle 150 Jahre auftritt

  • Was am Himmel zu sehen sein wird, bezeichnet man als “Super-Blau-Blutmond-Finsternis”

  • Wie es zu dem Phänomen kommt, erfahrt ihr im Video oben

     

In zwei Tagen wird in Teilen der Erde ein äußerst seltenes Himmelsspektakel zu sehen sein: Am 31. Januar kommt es zu Super-Blau-Blutmond-Finsternis.

152 Jahre mussten Sternen-Fans der westlichen Hemisphäre nun auf diese Konstellation warten, bei der sich der Himmel blutrot färbt.

Hinter dem Begriff, der allerdings nicht aus der Astronomie stammt, verbirgt sich die Kombination aus drei verschiedenen Phänomenen. 

Supermond ist nicht blau

► Zum einen gibt es am 31. Januar einen Supermond. Das bedeutet, dass der Mond in seiner Bahn den erdnächsten Punkt durchläuft. An diesem Tag ist er somit 25.000 Kilometer näher an der Erde als gewöhnlich.

► Da am selben Tag auch Vollmond sein wird, wird dieser ein Drittel heller und ein Siebtel größer als ein Vollmond sein, der am erdfernsten Punkt steht.

Der Vollmond des 31. Januars ist bereits der zweite Vollmond dieses Monats. Normalerweise hat ein Monat nur einen Vollmond. Diese Ausnahme tritt nur alle rund zweieinhalb Jahr auf.

► Im Englischen spricht man dabei vom “Blue Moon”, also Blaumond. Daher kommt auch die Redewendung “Once in a blue moon” als etwas, das “alle Jubeljahre einmal auftritt”. 

Am deutlichsten sichtbar am Pazifik

Die dritte Besonderheit des Tages ist die Blutmond-Finsternis. Denn es stellt sich zudem eine Mondfinsternis ein. Dabei schiebt sich die Erde zwischen die Sonne und den Mond. Gegen 14.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit herrscht totale Mondfinsternis. Sie dauert 77 Minuten.

Für uns in Deutschland wird es allerdings leider schwierig, diese Besonderheit am Himmel zu beobachten. Es ist ja noch taghell. Am besten sichtbar ist sie nur am Pazifik.

Hierzulande wird man nur im östlichsten Teil Deutschlands und in Österreich ist nach dem Aufgang des Mondes die Halbschattenphase sehen können. Der halbe Schatten dürfte jedoch so blass ausfallen, dass es kaum einen Unterschied zu einem normalen Vollmond gibt.

Hinweis: Zuletzt fielen alle drei Ereignisse vor rund 35 Jahren auf einen Tag: am 30. Dezember 1982. Dort war das Phänomen allerdings nur auf der östlichen Hemisphäre zu sehen.