GOOD
17/07/2018 11:42 CEST | Aktualisiert 17/07/2018 11:44 CEST

Studie zeigt: Wer Emojis nutzt, wirkt viel sympathischer

"Emojis beeinflussen, wie jemand wahrgenommen wird."

Artur Debat via Getty Images
Fast jeder von uns benutzt Emojis
  • Heute ist Welt-Emoji-Tag.
  • Und eine aktuelle Studie zeigt: Ob wir Emojis benutzen oder nicht, verändert die Wahrnehmung bei unserem Gegenüber.

Herzchen, Kackhaufen, Daumenhoch, ein Affe, der sich die Augen zuhält – so gut wie jeder von uns benutzt Emojis. Laut einer wirtschaftspsychologischen Studie der Hochschule Fresenius in Köln verwenden 99 Prozent der Befragten die bunten Symbole.

Besonders häufig nutzen die 264 Befragten im Alter von 12 bis 92 Jahren Emojis beim Chatten, die positive Gefühle ausdrücken wie Freude, Liebe, Leidenschaft, Glück oder Zustimmung.

Am beliebtesten: Der Emoji, der Tränen lacht, dicht dahinter die Herzkuss- und Herzaugen-Emojis und der Daumen-hoch-Emoji.

Frauen drücken Liebe, Furcht und Trauer aus – Männer Ironie und Zustimmung

Zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede. So nutzen Frauen häufiger Emojis als Männer. Frauen nutzen dabei eher Emojis, die Furcht und Trauer, Wut, Ekel, Liebe und Herzlichkeit ausdrücken.

Männer hingegen verwenden mehr Emojis, die für Ironie stehen und zeigen ihre Zustimmung öfter mit dem Daumen-hoch-Emoji.

Und wann benutzen wir Emojis und wann nicht? Der Studie zufolge hängt das vor allem davon ab, was unser Chat-Partner macht. Nutzt der eine Emoji, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch der andere tut. 

“Emojis bilden daher soziale Normen in der Kommunikation und ihr Einsatz kann als soziale Anpassung verstanden werden“, sagt Wera Aretz, Psychologieprofessorin an der Hochschule Fresenius.

Mit Emojis können wir beeinflussen, wie uns andere wahrnehmen

Darüber hinaus ergaben Experimente mit den Studienteilnehmern: Wer Emojis nutzt, wird als deutlich sympathischer eingeschätzt. Wer keine Emojis nutzt, wirkt hingegen durchsetzungsstärker und selbstbewusster.

“Emojis beeinflussen also, wie jemand wahrgenommen wird. Sie können daher auch zur strategischen Eindruckssteuerung genutzt werden“, sagt Aretz. 

(jds)