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27/09/2018 17:35 CEST | Aktualisiert 28/09/2018 12:17 CEST

Studie: Wie eine bewusste Ernährung vor Depressionen schützen kann

Viel Gemüse, Obst und Fisch – wenig Zucker und Fett.

Im Video oben erfahrt ihr, welche körperlichen Symptome Anzeichen für eine Depression sein können.

Wissenschaftler des University College London haben einen Zusammenhang zwischen Depressionen und der Ernährung festgestellt.

► Für ihre Untersuchung haben die Forscher Daten von 36.000 Probanden und 41 Studien ausgewertet.

► Ihr Fazit: Wer sich bewusst an einige Ernährungsregeln hält, kann das Risiko an einer Depression zu erkranken, deutlich senken.

kaipong via Getty Images

Was die Auswertungen der Londoner Wissenschaftler konkret ergeben haben:

Die Auswertungen der Experten haben ergeben: Wer wenig Zucker, industriell verarbeitete Lebensmittel und gesättigte Fettsäuren zu sich nimmt, könne die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erleiden, um ein Viertel senken. 

Wer viel Obst, Gemüse und Fisch isst, habe ein um ein Drittel niedrigeres Risiko, psychisch zu erkranken.

Die psychische Gesundheit hänge demnach eng mit der Verbindung von Darm und Gehirn zusammen, erklären die Wissenschaftler. Es sei daher wichtig, bei der Behandlung psychischer Erkrankungen auch die Ernährung mit einzubeziehen.

Was ihr noch über Depressionen wissen müsst:

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit über 320 Millionen Menschen an Depressionen – das entspricht etwa 4,4 Prozent der Weltbevölkerung.

Für Deutschland schätzt die WHO die Zahl auf rund 4,1 Millionen Menschen, 5 Prozent der Bevölkerung sind demnach betroffen. Die Stiftung für Deutsche Depressionshilfe erklärte Depressionen zur Volkskrankheit.

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Die Auslöser für Depressionen können sehr unterschiedlich sein: Grundsätzlich können einerseits neurobiologische Faktoren, sprich Veranlagungen zu einem erhöhten Risiko führen. Andererseits gibt es psychosoziale Aspekte, sprich akute Erlebnisse oder Situationen, die die Erkrankung an einer Depression begünstigen können.

Du suchst Hilfe? Dann ist entweder dein Hausarzt der beste Ansprechpartner oder du findest hier Anlaufstellen, die dir Hilfe bieten können. 

(mf)