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26/05/2018 11:29 CEST | Aktualisiert 26/05/2018 11:32 CEST

Schwedische Studie: Wer am Wochenende ausschläft, lebt länger

Gute Nachrichten für Wochenend-Langschläfer!

  • Schwedische Stress-Forscher haben eine umfangreiche Schlafstudie neu ausgewertet. 
  • Das Ergebnis könnte mit einer bisher vorherrschenden Meinung aufräumen. 

Wie ungesund zu wenig Schlaf wirklich ist, muss man wahrscheinlich niemandem mehr erklären. Inzwischen steht sogar fest: Wer zu wenig schläft, lebt weniger lang. 

Bislang war unter Experten die Meinung weit verbreitet, dass man versäumten Schlaf auch nicht an anderen Tagen nachholen kann. 

Stress-Forscher der Universität Stockholm veröffentlichten aber nun eine Studie, in der sie herausgefunden haben wollen, dass sich das Nachholen von Schlaf zumindest wieder positiv auf die Lebensdauer auswirken kann. 

Alte Studie neu ausgewertet

Die Forscher stellten die These basierend auf einer Studie auf, die 1997 durchgeführt wurde und die Daten von über 38.000 Schweden beinhaltet. Die Wissenschaftler hatten ihre Probanden für die Studie in Leichtschläfer (weniger als fünf Stunden pro Nacht) und Langschläfer (sechs bis sieben Stunden pro Nacht) eingeteilt. 

Unter Berücksichtigung vieler Faktoren (Geschlecht, Body Mass Index, Rauchen, Aktivitätsgrad) stellte sich heraus, dass Menschen mit weniger als fünf Stunden Schlaf ein um 65 Prozent erhöhtes Sterberisiko haben.  

Neue Erkenntnis

Eine wichtigere Erkenntnis war jedoch, dass es bei den Leichtschläfern einen signifikanten Unterschied gab: Diejenigen, die es schafften, ihren Schlaf an freien Tagen aufzuholen, hatten kein erhöhtes Sterberisiko. 

Bislang waren die meisten Wissenschaftler der Meinung, man könne Schlaf nicht nachholen. Grundsätzlich gilt aber trotzdem: Experten empfehlen sieben bis neun Stunden Nachtruhe. 

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(ks)