LIFE
25/09/2018 16:49 CEST

Wie Drogenentzug: Wie schlecht es dir geht, wenn du auf Fast Food verzichtest

Eine neue Studie belegt erschreckende Eigenschaft von Fast Food.

Vladmax via Getty Images
Wer seine Ernährung umstellen will, muss mit Entzugserscheinungen rechnen.
  • Laut einer neuen US-Studie kann sich ein Verzicht auf Fast Food anfühlen wie ein Drogenentzug. 
  • Symptome wie Traurigkeit, Reizbarkeit, Müdigkeit und Heißhungerattacken seien dabei an der Tagesordnung. 

Eine neue US-Studie hat eine erschreckende Eigenschaft von Fast Food belegt: Wer aufhört, es zu konsumieren, erleidet in den ersten Wochen ähnliche Entzugssymptome wie bei einem Verzicht auf Drogen

Die Forscher der Universität von Michigan starteten ihre Untersuchungen mit dem Ziel, herauszufinden, welche Symptome sich im menschlichen Körper bemerkbar machen, wenn er keine stark verarbeiteten Lebensmittel wie Gebäck, Pommes Frites und Pizza zu sich nimmt. 

Nach den ersten Tagen der Abstinenz seien die Effekte zurückgegangen 

Dazu untersuchten sie 231 Erwachsene im Alter von 19 bis 68 Jahren, die ihren Fast Food-Konsum im vergangenen Jahr stark einschränkten – und fragten sie, wie es ihnen damit erging. 

► Die Ergebnisse zeigen: In den ersten zwei bis fünf Tagen nach Beginn des Verzichts litten die Teilnehmer an Symptomen wie Traurigkeit, Reizbarkeit, Müdigkeit und Heißhungerattacken. 

Nach diesen ersten Tagen der Abstinenz seien diese Effekte jedoch zurückgegangen – derselbe Verlauf wie bei einem Drogenentzug

Frühere Studien konnten diesen Effekt offenbar nicht belegen, fokussierten sich entweder auf die Effekte eines Zucker-Entzugs bei Tieren oder beschränkten sich auf wenige Einzelfallbeschreibungen. 

Die Erscheinungen machen den Verzicht auf Fast Food um einiges schwieriger

Leider untersuchte die neue Studie der amerikanischen Forscher nicht, welche Methoden die Teilnehmer anwandten, um erfolgreich auf Fast Food verzichten zu können. 

Erica Schulte, leitende Autorin der Studie, fügt ebenfalls hinzu, weitere Studien sollen sich mit den Effekten des Fast-Food-Entzugs in Echtzeit beschäftigen, anstatt die Teilnehmer zu bitten, auf ihre Erfahrungen zurückzublicken. 

► Abschließend schloss das Forscherteam aus ihren Ergebnissen eine eher schlechte Nachricht: Diese deuten nämlich an, dass durch die Entzugserscheinungen beim Fast-Food-Verzicht der Entschluss zu einer gesunden Ernährungsweise um einiges schwieriger wird

Die Symptome könnten letztlich Grund dafür sein, dass Menschen wieder zurück in ihre alten, ungesunden Essgewohnheiten fallen. 

Der Beitrag erschien zuerst bei der HuffPost Kanada und wurde von Franziska Kiefl aus dem Englischen übersetzt. 

(ak)