LIFESTYLE
15/05/2018 17:14 CEST | Aktualisiert 15/05/2018 17:22 CEST

Bielefeld: Studentin findet Liebe mit außergewöhnlichen Stalking-Methoden

Ihr Verhalten sorgt für hitzige Diskussionen in den sozialen Medien.

Westend61 via Getty Images
Mit Hilfe eines Buches fand die Studentin den Namen des jungen Mannes heraus (Symbolbild).
  • In Bielefeld sieht eine Studentin ihren Traummann in der Bibliothek.
  • Statt in anzusprechen, findet sie ihn auf Umwegen auf Social Media und bringt ihn dazu sie anzuschreiben.

Es ist eine Geschichte, wie sie Nicolas Sparks nicht besser hätte schreiben können. In Bielefeld hat eine Studentin ihren Traummann in der Bibliothek entdeckt, doch statt ihn direkt anzusprechen, hat die junge Frau sich etwas anderes überlegt.

► Ihr Vorgehen verbreitete jetzt ein Nutzer auf dem Kommunikationsdienst “Jodel” und tritt damit eine hitzige Diskussion los.

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Gute Recherche oder schon Stalking?

Um ihren Traummann kennenzulernen, habe sich die Studentin den Titel des Fachbuchs aufgeschrieben, das an seinem Platz lag. Mit Hilfe des Vorlesungsverzeichnis habe sie dann das Semester herausgefunden, in dem der Student sein musste.

Kommilitoninnen sollen ihr dann den Namen des Jungen verraten haben. Statt sich ein Herz zu nehmen und ihn dann direkt anzusprechen, habe die Frau ihn auf Facebook gesucht und ihm von einem Fake-Profil aus eine Freundschaftsanfrage geschickt.

Dass sich ein solches Fake-Profil schlecht erklären lässt, könnte sich auch die Studentin gedacht haben. Denn nachdem der Student die Anfrage angenommen hatte, habe sie noch immer keinen Kontakt zu ihm aufgenommen.

► Stattdessen sei sie seinem öffentlichen Profil auf der Fotosharing-Plattform Instagram gefolgt.

Dort habe sie seine Lieblingsmusik, die sie vorher über sein Facebook-Profil erfahren habe, verlinkt und ihn so auf sich aufmerksam gemacht.

Die Mühe scheint sich gelohnt zu haben, denn irgendwann habe der Mann sie angesprochen. “Nächste Woche haben die beiden Einjähriges”, schreibt der Nutzer auf Jodel.

Die Kommentare unter dem Post reichen von beeindruckt bis entsetzt.

“Was wird würde sie es ihm erklären?”

Ein Nutzer zum Beispiel findet das Verhalten der Frau unheimlich und unverständlich: “Ok, sehr creepy. Anstatt ihn einfach persönlich anzusprechen. Wie würde sie ihm denn jemals erklären (falls es so weit kommen würde), wie sie ihn gefunden hat. Lügen?”

Ein anderer Nutzer findet die Geschichte so verrückt, dass sie schon wieder süß sei. Andere sind davon überzeugt, dass es sich hier um Stalking handelt. Besonders das Erstellen eines falschen Facebook-Profils empfinden viele Nutzer als unverzeihliche Täuschung.

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► Ob es der Freund auch so sieht, könnte sich bald herausstellen, denn der Erzähler der Geschichte schreibt, dass die Studentin es ihrem Freund bald sagen möchte.  

Vielleicht hat sie ja Glück und findet in ihrem Partner einen Vertrauten, der ihre Herangehensweise genauso locker sieht wie dieser Nutzer:

Das sind halt die Nachteile von Facebook und Co, wo man alles öffentlich macht. Wenn man schon fast alles über den Anderen weiß, obwohl man sich nicht kennt, [dann] sollte man sich mal Gedanken über sich machen. Ich finde das cool, total clever.”

(ks)